QlAr Ingalls Library
THE CLEVELAND
MUSEUM O F ART
Presented by
S. L. SEVERANCE
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KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN
DES
ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFEN-SAM M LU NG.
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ALBUM
HERVORRAGENDER GEGENSTÄNDE
AUS DER
WAFFEN SAMMLUNG
DES
ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
HERAUSGEGEBEN MIT GENEHMIGUNG DES HOHEN OBERSTKÄMMERER-AMTES
SEINER K. U. K. APOSTOLISCHEN MAJESTÄT.
ERLÄUTERNDER TEXT VON
WENDELIN BOEHEIM
'DIRECTOR DER SAMMLUNGEN VON WAFFEN UND KUNSTHISTORISCHEN GEGENSTÄNDEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
II. BAND.
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FÜNFZIG TAFELN IN LICHTDRUCK VON J. LÖVVY, K. U. K. HOFPHOTOGRAPHEN,
UND MEHREREN TEXT-ILLUSTRATIONEN.
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WIEN 1898.
J. LÖVVY, K. U. K. HOFPHOTOGRAPH
KL'NST- UND VERLAGS-ANSTALT.
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Photographische Aufnahmen und Lichtdruck von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
Textdruck von Friedrich Jasper, Wien.
569
VORWORT ZUM ZWEITEN BANDE.
|ie Theilnahme, welche nach Ausgabe seines I. Bandes dem Album hervorragender Gegenstände aus
j der Waffensammlung des Allerhöchsten Kaiserhauses allenthalben entgegengebracht wurde, musste
* den Autor wie den Verleger veranlassen, so bald als dies mit Rücksicht auf die hohen Ortes fest¬
gesetzten Bestimmungen, auch andere Specialsammlungen in gleicher Weise dem Publicum zu vermitteln,
nur thunlich war, in einem weiteren Bande ihre Aufgabe der Lösung und Vollendung entgegenzuführen.
Der gegenwärtige oberste Leiter der Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses, Seine Excellenz der
Herr Oberstkämmerer Graf Hugo von Abensperg und Traun, hat über Vortrag des Gefertigten, der aufge¬
tretenen Theilnahme bereitwilligst entgegenkommend, die Herausgabe dieses II. Bandes genehmigt und deren
Unterstützung zugesagt.
Bei der Auswahl der Gegenstände ist der Verfasser von dem gleichen Grundgedanken geleitet gewesen
wie im I. Bande, nur hat er den von mehreren Seiten geäusserten Wünschen, von den künstlerisch be¬
deutendsten Gegenständen auch die Einzelnheiten näher vor das Auge zu rücken, nach Thunlichkeit Rechnung
getragen. Zum raschen Auffinden des Gegenstandes in der Sammlung selbst wurde bei jedem einzelnen dessen
Katalognummer in Klammern beigesetzt.
Der begleitende beschreibende Text hält sich genau auf dem Niveau des gegenwärtigen Standes der
historischen und kunstwissenschaftlichen Forschung und bietet bei aller Kürze des Ausdruckes hie und da
neue Daten zur Beurtheilung der Herkunft mancher Gegenstände und ihrer späteren Schicksale. Es muss
dabei hervorgehoben werden, dass alle für sich behandelten Beschreibungen von Objecten, oft weit getrennt
in Zeit und Ort der Erzeugung, ein einziges geistiges Band zusammenhält, ihre gemeinsamen Beziehungen zum
Allerhöchsten Kaiserhause.
Wien, im November 1898.
WENDELIN BOEHEIM.
1
Medaille auf den Tod des kaiserlichen Hofplattners Koloman Colman, genannt Helmschmied von 1532.
Kgl. Munzcabinet zu Berlin.
Tafel I.
Gleich dem mailändischen Harnische Friedrichs
des Siegreichen ! ) finden sich auch auf diesem eine
Wie im I. Bande den Saal XXVII, so erblicken
wir in gegenwärtiger Tafel den Saal XXXVI, welcher
die Waffen und Geräthe für das Turnier vom XIV.
bis ins späte XVI. Jahrhundert enthält und einen
Ueberblick über die Anordnung derselben gestattet.
Der Saal selbst ist gleich den übrigen im Stile
der italienischen Renaissance gehalten. Die Decken¬
gewölbe sind in der Mitte durch zwei Säulen aus Granit
unterstützt, deren Capitäle reich in vergoldeter Bronze
geziert sind. Die Zwickelfelder der Gewölbe enthalten
gemalte Ornamente in der Art des Jacques Ducerceau,
hie und da auch mit niederländischen Anklängen an
Theodor de Bry und Francis Floris. Die Thüre im
Hintergründe führt in das grosse Vestibüle am Ein¬
gänge in das Museum.
Tafel II.
i. Ganzer Feldharnisch des Roberto von San
Severino, Grafen von Gajazzo. Derselbe, ein leichter
Reiterharnisch, wie er sich in diesen Formen in der
Mailänder Plattnerschule bis gegen 14S0 herausgebildet
hat, ist ohne jede Verzierung und einfach blank ge¬
halten. Charakteristisch erscheint die Kopfbedeckung,
welche in einer sogenannten »welschen Schallern«
besteht, wie solche bei den Fusssoldaten der italienischen
Parteigänger seit älterer Zeit her in Gebrauch standen.
Eigenartig erscheint ihre Bemalung in Oelfarbe im
heraldischen Blason des Eigners: Roth und weiss ge-
rautet mit wechselnden Sternen in den Feldern. Noch
sind Harnischkrägen nicht üblich; an den Achseln,
welche bereits einige Geschübe besitzen und rückwärts
Übereinanderfallen, erblicken wir schon niedere Stoss-
krägen. Die halben Armkacheln zeigen die Anfänge
der späteren Ausgestaltung dieses Bestandteiles, die
ungefingerten Handschuhe, sogenannte »Hentzen«, be¬
sitzen lange Stulpen, die Brust mit dem Rücken er¬
scheinen scharf in die Taille geschnitten, erstere be-
sitzt noch eine sogenannte Schiftung, die bis an den
Hals hinaufreicht. Der Rüsthaken an der linken Brust¬
seite scheint eine spätere Beigabe zu sein. Die Bein¬
taschen sind noch dachziegelförmig. Bemerkenswerth
ist der Schnitt der Gesässreifen, die die altflorentinische
Tracht erkennen lassen. Das Beinzeug reicht nicht hoch
über die Lenden hinauf und scheint auch mehr für den
Dienst zu Fuss berechnet gewesen zu sein; die Füsse
staken einst in Panzerschuhen, welche nun abgängig sind.
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ansehnliche Zahl der verschiedensten Marken, welche
wir hier in Abdrücken wiedergeben.
Der Typus des Harnisches wie die hier darge¬
stellten eingeschlagenen Marken erweisen, dass der¬
selbe aus der grossartig angelegten Werkstätte der
Missaglia zu Mailand hervorgegangen ist. Seiner Fer¬
tigungszeit nach ist er ein Werk des Antonio, dessen
Thätigkeit bis 1492 nachgewiesen ist. 2 )
Der einstige Eigenthümer dieses kostbaren Harni¬
sches, San Severino, stammt aus dem Neapolitanischen
und focht mit Glück für seinen König. Im Jahre 1471
stand er in fiorentinischen Diensten, später in jenen
der Genuesen, und Venetianer. Im Kriege der letzteren
mit Erzherzog Sigismund von Tirol 1487 wurde er mit
seiner Schaar am Stein bei Calliano überfallen und
ertrank in der Etsch. In diesem Waffenkleide erblicken
wir auch San Severino auf seinem Grabmale im Dome
von Trient, welches diesem der Erzherzog errichten
liess. Der Harnisch dürfte auch zur Ausführung des
Grabmales von der Familie gesendet worden und so
in die Sammlung gekommen sein. Er ist in Schrenck’s
Heldenbuch, Tafel LXXIII. abgebildet und im Inventar
des Schlosses Ambras von 1583 genau beschrieben. (3.)
2. Ganzer Feldharnisch Ferdinands V. des Katho¬
lischen, Königs von Arragonien. Derselbe ist blank
mit vergoldeten Nieten, welche mit Gravirungen ver¬
ziert sind. Seinen Dimensionen nach datirt er aus der
Jugendzeit des Königs, etwa um 1470. Der Helm mit
einer Stielscheibe am Nackenstücke ist dessungeachtet
etwa um 30 Jahre jünger als der Harnisch. Letzterer
besitzt noch keinen Halskragen, die Achseln sind ge¬
schoben, die rechte lässt bereits einen niederen Stoss-
kragen erkennen. Die Armkacheln mit halben Muscheln
erscheinen bereits gross und ausgebildet. Die fass¬
förmige Brust besteht aus zwei mit Riemen verbundenen
l ) Album, I. Band, Tafel II, 2.
-) Boeheim W., Werke Mailänder Waffenschmiede. Jahrbuch
der Kunsthistorischen Sammlungen, IX. Band. — Boeheim W.,
Meister der Waffenschmiedekunst. Berlin, 1S97. Art. Missaglia
Antonio.
1
2
Stücken. Die Beintaschen, mit flachen vergoldeten
Nieten berandet, sind dachziegelförmig. Das Beinzeug
bietet nur insoferne Anlass zu einer Bemerkung, als
die die Kniebeugen deckenden grossen Muscheln die
Mailänder Schule erkennen lassen. Die geschobenen
Schuhe decken nur die obere Fussseite, besitzen aber
Hafte für anzusteckende Schnäbel. An den Beinröhren
haben sich noch die originalen Riemen aus genuesi¬
schem golddurchwirkten Brocat erhalten. Der Harnisch
trägt die nebenstehende, wahrscheinlich
oberitalienische Meistermarke, die sich in
keiner anderen Sammlung findet.
Ferdinand V. der Sohn Johanns II., 1453 geboren,
wurde durch seine Vermählung mit Isabella König von
Castilien und Leon, trat 1479 die Regierung Arragoniens
und Siciliens an, siegte gegen Alphons V. von Por¬
tugal, eroberte nach zehnjährigem Kampfe Granada
und starb 1516. Der Harnisch ist bereits im Inventar
der Waffen des Schlosses Ambras von 1583 beschrieben
und in Schrenck’s Heldenbuch, Tafel IX. abgebildet. (5.)
Tafel III.
1. Sturmhaube und Corazin des Jacob von Embs
zu der hohen Embs. Die offene Sturmhaube, im Scheitel
spitz getrieben, ist mit kirschrothem Sammt überzogen;
sie ist ersichtlich um 10 Jahre jünger als der Corazin.
Dieser ist aus weniger und grösseren Platten zu¬
sammengesetzt, als sonst bei derlei Waffenstücken ge¬
bräuchlich war, und stellt sich damit als ein Mittelding
zwischen Plattenharnisch und Corazin dar. Der Brust-
theil, scharf in die Lenden geschnitten (juste au corps),
ist vorne zu öffnen. Die Eisenplatten sind mit einer
Lage starker Leinwand und darüber mit einer solchen
von kirschrothem Sammt überzogen. Die Stahlschuppen
haften am Ueberzuge an zierlichen rosettenförmigen
vergoldeten Nieten; jede Schuppe trägt die heraldische
Lilie scharf eingestempelt. An der rechten Seite er¬
blickt man einen stangenförmigen Rüsthaken ältester
Form, der einst vergoldet war.
Dieser Corazin, einer der ältesten, welche noch
vorhanden sind, ist noch vor 1500 gefertigt. Er ent¬
stammt vermuthlich jener Werkstätte, welche durch
König Karl VI. (1380—1422) zu Lyon gegründet wurde
und in welcher fast ausnahmslos Mailänder Waffen¬
schmiede thätig gewesen waren. Dieselbe erhielt sich
bis in die Mitte des XVI. Jahrhunderts. *) Wir finden
das Object in Schrenck’s Heldenbuch, Tafel LXXXVI.
Jacob von Embs, aus einem vorarlbergischen Ge-
schlechte, diente als Feldoberst den Franzosen gegen
den Papst Julius II., vertheidigte Bologna und schlug
die Venetianer. Er fiel vor Ravenna 1512. (130.)
2. Halber Feldharnisch des Kaisers Maximilian I.
Derselbe, blank mit gekehlten, in Goldschmelz gezierten
') Rondot N. Gazeite des Beaux Arts, 1883.
Rändern ausgestattet, besass ursprünglich unzweifelhaft
auch ein Beinzeug, welches jedoch schon in früher
Zeit verloren gegangen ist. Der Helm mit sehr niederem
flachen Kamm zeigt in seinen Details die früheste Form
des Ueberganges in die Renaissanceperiode um das
Jahr 1508. Bemerkenswerth erscheinen die an den
Seiten derselben dicht angeordneten spaltenförmigen
Durchlochungen, offenbar zu dem Zwecke, um das Ge¬
wicht zu vermindern und die Ausdünstung des Körpers
zu befördern. Der Harnisch besitzt bereits einen Kragen,
der jedoch über dem Bruststück angelegt wird; er ist
mit der Colane des Vliessordens in Goldschmelz geziert.
Besonders schön sind die halben Armmuscheln aus¬
getrieben. Die Fassbrust ist noch geschiftet; über die¬
selbe sind kreuzweise zwei gekehlte Striche angeordnet,
welche mit gothischem Blattornament in Goldschmelz
ausgefüllt sind. Die Beintaschen erscheinen bereits ge¬
schoben. Obschon der Harnisch die früheste Form der
Renaissanceperiode besitzt, erblicken wir demungeachtet
noch die Ränder der Folgen ausgezackt und mit gothi-
sirenden, durchbrochenen Verzierungen ausgestattet.
Kaiser Maximilian I. hatte den gothischen Harnisch
vollständig umgestaltet und verbessert, und er bediente
sich hiezu nicht nur der hervorragendsten Waffen¬
schmiede seiner Zeit in Nürnberg, Augsburg und Inns¬
bruck, sondern auch zu dessen ästhetischen Ausgestaltung
der ersten deutschen Kunstmeister, wie Albrecht Dürer
und Hans Burgkmair. Hier stehen wir vor einem
interessanten Beispiele dieser Reformthätigkeit, die um
1490 begann und erst 1517 endete.
In der Forschung nach dem Meister hat sich er¬
wiesen, dass der Helm genau dieselbe Detailform jener
am Harnische des Königs Heinrich VIII. besitzt, welcher
im Tower in London bewahrt wird. Letzterer wurde,
wie urkundlich nachgewiesen ist, von dem Hofplattner
Conrad Seusenhofer in Innsbruck 1512 gefertigt und
trägt auch eine Marke. Die Verzierungen derselben
wurden in Augsburg gefertigt, und es ist kein Zweifel,
dass auch die an unserem Harnische ersichtlichen Ver¬
zierungen im Goldschmelz nicht in Innsbruck, sondern
gleichfalls in Augsburg gefertigt wurden. Conrad Seusen¬
hofer starb 1518 in Innsbruck. (7.)
Tafel IV.
1. Langer einschneidiger Dolch. Der Griff aus
Bergkrystall besitzt Beschläge aus vergoldetem Silber,
welche mit gravirten Ornamenten im spätgothischen
Stile geziert sind. Die 47 Centimeter lange gerade Klinge
von sorgfältiger Arbeit besitzt nur an der äusseren Seite
einen Hohlschliff, ist an der Spitze verstärkt und trägt
den nebenstehenden Stempel, u der auf eine Bel-
luneser Werkstätte weist. Die ♦ Scheide mit Be¬
steck für zwei Messer ist aus Silberblech mit
Gravirungen, übereinander lie- gende Pfauenfedern
3
darstellend, ein um die Wende des XV. Jahrhunderts
beliebtes Motiv. Die vergoldeten Beschläge sind
theilvveise eine spätere Beigabe der ersten Hälfte
des XVI. Jahrhunderts, aber von ausgezeichnet
schöner, schwungvoller Zeichnung und vollendeter Aus¬
führung, die auf einen ersten Meister im Goldschmiede¬
fache schliessen lässt. Auf dem Ortbande ist Judith
mit dem Haupte des Holofernes dargestellt.
Der in seiner ursprünglichen Fassung um 1470
gefertigte Dolch ist oberitalienisch, nur die späteren
Beigaben sind von deutscher Hand. Nach seinem
früheren Bewahrungsorte, dem Schlosse zu Innsbruck,
zu schliessen, war der Dolch im Besitze des Erzherzogs
Sigismund von Tirol. (79.)
2. Dolchmesser. Der Griff aus Bergkrystall ist mit
silbernen und vergoldeten Beschlägen im Stile der
Frührenaissance ausgestattet. Die 38 Centimeter lange
einschneidige, zweischneidig auslaufende oberitalienische
Klinge ist ornamentirt und vergoldet und lässt noch
Spuren einer gravirten Inschrift erkennen, von der
noch O • MATER, an der Gegenseite das Wort ME
zu lesen ist. Die Scheide aus gepresstem Leder mit
einem Besteck für ein Messer besitzt geschnittene Silber¬
beschläge. Auf dem Ortbande ist das Wappen mit dem
Bindenschilde ersichtlich.
Der um 1508 gefertigte Dolch stammt aus Inns¬
bruck und ist ohne Zweifel im Besitze des Kaisers
Maximilian I. gewesen. (80.)
Tafel V.
EGEN . . MISER.VM • PECCATOR . . . N
PECCA_E • MEA•ET•EGO . . . AVE•MVNDI
SPES • MARIA
Nachdem Maximilian I. erst 1508 den Kaisertitel
annahm, so erweist das Auftreten des einköpfigen Adlers,
dass die Anfertigung dieses Schildes zwischen 1493
und 1508 erfolgt sein muss und näher an ersteres Jahr,
da die dargestellten Sujets noch dem Mittelalter an¬
gehören. Der Schild nimmt vom kunsthistorischen Ge¬
sichtspunkte die volle Beachtung dadurch in Anspruch,
dass wir hier die Technik der Aetzkunst bereits an
der Wende des XV. Jahrhunderts und in ihrem Auf¬
treten als Hochätzung in bewundernswerther Aus¬
bildung erblicken, die eine längere Uebung voraus¬
setzen lassen muss. (104.)
Tafel VI.
1. Schwert zu anderthalb Hand, Würdenzeichen
des Rectors der Republik Ragusa. Der ovale, flach ge¬
drückte Knauf sowie die etwas nach abwärts gesenkten
Parirstangen sind aus vergoldetem Silber und mit gra-
virtem spätgothischen Laubornament geziert. Der
Handgriff, mit vergoldetem Silberblech überzogen, ist
eine spätere Zugabe. Die gerippte, zweischneidige,
87*2 Centimeter lange Klinge, vom Roste stark ange¬
griffen und verschliffen, trägt das nebenstehende, mit
Messing tauschirte Klingenschmiedzeichen.
Rundschild des Königs Maximilian I. Derselbe
ist von blankem Eisen, kreisrund, mit 56*2 Centimeter
Durchmesser, leicht gekehlt und mit figuralen und
ornamentalen Verzierungen in meisterhafter Hochätzung
ausgestattet. Die Kehlungen laufen in schmalen Feldern
concentrisch gegen die Mitte, woselbst sie sich um den
aufgetriebenen Schildnabel winden. Jedes zweite dieser
Felder enthält Blattornament im Stile der spätesten
Gothik mit eingestreuten menschlichen und Thierge¬
stalten. Unter letzteren erblickt man den heiligen Georg,
Jäger, Waldmenschen, Krieger u. dgl. Einzelne der
Darstellungen haben Beziehungen zu romantischen
Dichtungen des Mittelalters. Auf einem Felde erblickt
man das gekrönte Wappen des römischen Königs mit
dem Orden des goldenen Vliesses und dessen Neben¬
emblemen. Den Rand entlang liest man eine bereits
stark verwischte Inschrift in römischen Majuskeln; die¬
selbe lautet:
AVE * MITIS • AVE * PIA * AVE * VIRGO • MATER
CHRISTI * TV • QVE * SOLA * MERVISTI • ESSE
MATER • SINE • VIRO * ET * ITERARE * MORE
MIRO • ANCILLA *.MISERATRIX*PECCATOR s
CONSOLATRIX * VN DE * PRECES.MISERERE
Die Scheide von geschwärztem Leder besitzt Be¬
schläge aus vergoldetem Silber mit ähnlichen Gra-
virungen wie am Griffe. Italienisch, XV. Jahrhundert,
die gleichfalls italienische Klinge ist erheblich älter. (88.)
2. Reiterschwert Philipps I. des Schönen, Königs
von Castilien. Der fächerförmig gebildete Knauf und
die geraden Parirstangen sind aus blankem Eisen, das
einmal abgesetzte Griffholz ist mit Leder überzogen.
Die Griffform nähert sich dem Typus italienischer Lands¬
knechtschwerter. Die federkräftige, 85 Centimeter lange,
flache Klinge ist mit seicht geätzten Emblemen und
mit Inschriften in Lapidarlettern geziert. Man erblickt
in Medaillons das Brustbild eines geharnischten Jüng¬
lings mit wallendem Haar, eine Vogelgestalt, einen
Lindwurm, ferner den bekannten Sinnspruch dieses
Königs aus Lucas, Cap. IV, 30: »Jesus autem tran-
siens, per medium illorum ibat« *) in gedrängten Ma-
*) *J esus mitten zwischen sie hindurchschreitend, wandelte
von dannen«; hier auf die Ohnmacht der Feinde gedeutet. Der¬
selbe Spruch findet sich auch auf den englischen Rosennobeln
Eduards III. und auf den halben Nobeln, welche Philipp I. der
Schöne schlagen Hess. (Sacken, Die k. k. Ambraser-Sammlung.)
4
juskeln. Die Zuschreibung an sich unbedenklich, beruht
gleichwohl nicht auf alten Inventarangaben, sondern
nur auf der Tradition. Italienisch, um 1500.
Philipp I., der Sohn Maximilians I. und der Maria
von Burgund, ist 1478 geboren und übernahm 1494 die
burgundischen Staaten; er war mit Johanna von Casti-
lien, der Tochter Ferdinands des Katholischen, vermählt
und starb 1506. (113.)
3. Reiterschwert des Kaisers Maximilian I. Auf
dem bimförmigen, achtseitig geschnittenen, silbernen
und vergoldeten Knaufe, wie auf den langen Parir-
stangen sind die Embleme des Vliessordens: das
Andreaskreuz und die Feuereisen eingravirt, daneben
noch die Buchstaben: H * M • I • A • D, die Initialen
des Wahlspruches, welchen der Kaiser als Mitglied des
Ordens der Mässigkeit, gestiftet von König Alphons I.
von Arragonien, führte: »Halt Mass in allen Dingen«,
weiters noch das Monogramm M. (Maximilian). Die
federkräftige, 109*5 Centimeter lange Klinge trägt im
Hohlschliff ein geätztes stilisirtes Wolkenornament nebst
der gleichen Inschrift und denselben Emblemen. Das
Klingenschmiedzeichen, in Gold tauschirt, ist ver¬
mutlich mailändisch.
Maximilian erhielt den Vliessorden 1478, das
Schwert dürfte aber erst nach dem Jahre 1493, sicher
aber nicht viel später gefertigt sein. ') (86.)
4. Reiterschwert. Der hohe plattgedrückte Knauf,
in Messing geschnitten und vergoldet, ist mit stilvollen
Renaissance-Ornamenten geziert. Der Handgriff besitzt
wechselnde Einlagen von Perlmutter und Palisander¬
holz. Auf einem der Spannringe liest man in gravirten
Lapidarbuchstaben den Spruch IN * DIO * AMOR. Die
flachen Parirstangen sind gleich dem Knaufe orna-
mentirt. Die zweischneidige, in scharfer Spitze ver¬
laufende, 81*3 Centimeter lange Klinge ist scharf gerippt
und ist auf 20 Centimeter Länge mit geätzten und stark
vergoldeten figuralen Scenen und Blattornamenten ge¬
ziert, wie sich ähnliche vorwiegend an italienischen
Ochsenzungen finden und in neuester Zeit dem Ercole
de Fideli zugeschrieben werden. Die Scheide aus ge¬
presstem geschwärzten Leder zeigt gothisches Blatt¬
ornament mit Fracturminuskeln, die unleserlich sind
und nur decorativ auftreten. Das Schwert, von italie¬
nischer Herkunft, datirt aus der Wende des XV. Jahr¬
hunderts. (114.)
Tafel VII.
Sattel mit sculpirtem Belage von Elfenbein
und bemalt. Auf den breiten Vorderstegen erblickt
l ) Leitner Quirin, Die Waffensammlung des Oesterreichischen
Kaiserhauses, Tafel I.
man in Basrelief vier figurale Darstellungen von Liebes¬
und Ehepaaren, die zu einander gehalten die Phasen
des Liebeslebens bis ins Alter darstellen. Die Costüme
streifen in ihrem Schnitte an die in Brabant im XV. Jahr¬
hunderte üblichen. Der. Sitz mit hohem Grat besteht
aus Holz mit gravirten Elfenbeineinlagen und einge¬
pressten Ornamenten. Der Hintersteg besitzt vorge¬
bogene Flügel, sogenannte Krippen, die von den Blättern
aus gestützt werden. Die ganze rückwärtige Partie ent¬
hält wieder Blattornament in flachem Relief. Auf der
rückwärtigen Gabel erblickt man beiderseits ein aus
Bändern gebildetes verschlungenes Monogramm, aus
welchem der Buchstabe J zu erkennen ist. Derselbe
würde mit Rücksicht auf das Alter des Sattels auf Jan
von Brabant (gest. 1427) zu beziehen sein. Die Bemalung
in Roth und Grün hat sich noch an vielen Stellen
erhalten. (47.)
Tafel VIII.
1. Ganzer Feldharnisch des Christof Herzog
von Würtemberg. Einer der spätesten der geriffelten,
sogenannten Maximiliansharnische. l ) Blank mit weissen
Nieten. Der Helm besitzt ein sogenanntes »Schembart-
visir«, wie solche am Beginne des XVI. Jahrhunderts
Mode gewesen sind. Es stellt nämlich ein karrikirtes
Menschenantlitz dar, dessen Augen durch grosse
Messingnieten angedeutet sind. Derlei Fratzenantlitze
hiessen »Teufelsschembarte«. Die Achseln mit grossen
Flügen besitzen hohe Brechränder (Stosskrägen), die
Armzeuge mit grossen Muscheln sind in den Beuge¬
seiten durch Folgen geschlossen. Die Hände decken
ungefingerte Handschuhe (Hentzen, mitons). Die stark
vortretende Kugelbrust besitzt noch einen hornartig
gestalteten Rüsthaken alter Form. Die Taille ist auf¬
fallend schmal, während die siebenmal geschobenen
Beintaschen auffallend breit hervortreten. Vom Bein¬
zeug ist nur der obere Theil mit den Kniebuckeln ge¬
riffelt, die Beinröhren sind dagegen glatt. Die Füsse
decken übermässig breite Schuhe, sogenannte Ochsen¬
mäuler.
Der Harnisch, an sich so charakteristisch und
interessant, stimmt nicht ganz mit den Lebensdaten
der Persönlichkeit, welcher er zugeschrieben ist. Nach
diesen könnte er frühestens 1530 geschlagen sein, zu
welcher Zeit derlei geriffelte Harnische nicht mehr
üblich gewesen waren. Indess kommt ein derartiges
: ) Diese geriffelten Harnische wurden von den Fachschrift¬
stellern »Mailänder Harnische* genannt. Spätere Autoren traten
dieser Bezeichnung entgegen und behaupteten, sie seien durch
Maximilian I. eingeführt worden. Neueste Forschungen erweisen
jedoch, dass schon am Beginne des XVI. Jahrhunderts derlei Har¬
nische in der Werkstätte der Nigroli in Mailand angefertigt wurden.
Es wäre damit fast gerecht, zu der früheren Bezeichnung wieder
zurückzukehren
5
Zurückgreifen auf dem Gebiete des alten Plattnerwesens
zuweilen vor. Die Arbeit ist deutsch, mit Anklängen
an die Augsburger Schule. Der Harnisch ist abgebildet
in Schrenck’s Heldenbuch, Tafel XXXIX, und wird im
Verlassenschäfts-Inventar des Erzherzogs Ferdinand
von Tirol von 1596 beschrieben.
Christof von Würtemberg ist 1515 geboren; in
seiner Jugend aus dem Vaterlande vertrieben, lebte er
eine Zeit lang am Hofe Karls V., entfloh aber von dort
und nahm französische Dienste. 1550 gelangte er zur
Regierung seines Landes und starb 1568. (139.)
2. Ganzer Feldharnisch des Otto Heinrich Pfalz¬
grafen am Rhein. Derselbe ist geriffelt und mit breiten
Zügen ausgestattet, welche in Schwarzätzung geziert
sind. Der burgundische Helm besitzt einen leicht auf¬
getriebenen Kamm. Die Achseln haben Brechränder
aufgenietet. Die Armbeugen sind geschlossen und durch
halbe Muscheln geschützt. Die Kugelbrust mit gerade
laufendem Oberrande besitzt einen umlegbaren Rüst¬
haken älterer Form. Die Beintaschen sind an die Bauch¬
reifen angeschoben. Das Beinzeug ist mit breiten
Schuhen ausgestattet. Der vortreffliche Aetzmaler be-
zeichnete sich mit dem Monogramme H. M. Der Har¬
nisch, 1523 geschlagen, weist in seinen Formen auf die
Augsburger Schule.
Otto Heinrich der Grossmüthige, eine Lichtgestalt
in der Periode der Renaissance, ist 1502 geboren. Als
Kunstfreund steht er uns in bleibender Erinnerung
durch den Otto-Heinrichsbau am Schlosse zu Heidel¬
berg; er starb ohne Nachkommen 1559. (141.)
Tafel IX.
1. Krippensattel. Das Gestelle ist von Holz mit
blankem Naturleder überzogen. Die Stege sind mit
Eisenplatten belegt, welche blank gehalten und mit
Füllornamenten in Schwarzätzung geziert sind.
Mit dem Worte Krippensattel bezeichnet man die
Form des Feldsattels, wie sie bis zu den Reformen
Maximilians I. üblich gewesen war. Der Name schreibt
sich von dem Hinterstege her, welcher beiderseits nach
vorne gebogene gabelförmige Fortsätze (Krippen) besass.
Das vorliegende Exemplar zählt zu den spätesten dieser
Gattung, es datirt um 1500. Die Aetzungen, den Augs¬
burger Ornamentstil verrathend, datiren um 60 Jahre
später. (148.)
2. Prunksattel mit Stegbeschlägen von getriebenem
Eisen, welche gebläut und theils vergoldet sind. In
der Verzierung sind am Vorderstege in Cartouchen drei
der menschlichen Tugenden: die Stärke, die Gerech¬
tigkeit und die Mässigkeit in Idealgestalten dargestellt.
Dazwischen finden sich phantastische Thierfiguren. Auf
dem Hinterstege erblickt man in gleicher Anordnung
die Religion und die Weisheit.
Der Sattel wird ohne Beweisgründe und nur einer
Tradition folgend dem Herzog von Parma, Alessandro
Farnese (1544—1592), zugeschrieben, vermuthlich,
weil ein bestimmt diesem Prinzen angehörig gewesener
Prunksattel in der Sammlung von gleicher Ausstattung
ist. Die Beschläge sind unverkennbar eine Arbeit des
berühmten Mailänder Waffenschmiedes und Tau-
siators Lucio Piccinino um 1570. (Vergl. Band I,
Tafel XXVI, 2, XXIX und XXX.) (694.)
Tafel X.
1. Reiterharnisch des Feldhauptmanns Lazarus
Schwendi Freiherrn von Hohenlandsberg. Der Har¬
nisch von der Form der Fussknechtharnische, wie sich
selbe um 1560 herausgebildet hatte, ist blank und mit
breiten, schwarz geätzten Zügen ausgestattet, deren
Ornamente der niederländischen Schule angehören. Die
deutsche, offene Sturmhaube besitzt einen hohen Kamm.
Zur Gesichtsdeckung dient ein sogenannter »für¬
fallender« Bart, der an dem Bruststücke befestigt ist;
ein Zurückgreifen auf die alte Art der Gesichtsdeckung
im XV. Jahrhundert. Die Achseln besitzen steife Flüge.
Eine Eigenthümlichkeit besitzt der rechte Handschuh,
bei welchem der Zeige- und Mittelfinger blos mit Panzer¬
zeug geschützt ist. Die Brust mit schwachem Grat
ohne Rüsthaken lässt bereits die Spur eines Gans¬
bauches erkennen, die achtmal geschobenen Schösse
reichen bis zum halben Oberschenkel. Die Diechlinge
mit den Kniebuckeln sind bei abgesteckten Beinröhren
allein zu gebrauchen. Die Füsse stecken in Panzer¬
schuhen.
Lazarus Schwendi, einer der ausgezeichnetsten
Feldherrn und Diplomaten seiner Zeit, ist um 1526
geboren. Er focht schon im Schmalkaldischen Kriege,
bei der Einnahme von Gotha 1547, dann bei der Be¬
lagerung von Magdeburg 1552. Ausgezeichnete Dienste
leistete er in den Niederlanden bei St. Quentin und
Grävelingen. Im Feldzuge gegen die Türken 1564 er¬
focht er glänzende Siege; er starb 1584.
Der Harnisch von so schöner künstlerischer Aus¬
stattung war gleichwohl als im Kriege gebraucht aus
praktischen Ursachen seiner Zeit schwarz überstrichen.
So ist er auch noch in einem gleichzeitigen Bildnisse
Schwendi’s dargestellt, welches im Schlosse Ambras in
Tirol (Saal VII, 102) bewahrt wird. Die rohe, schwarze
Tünche wurde erst 1884 entfernt. (331.)
2. Feldharnisch Ruprechts von der Pfalz. Der
geriffelte, sogenannte »Maximiliansharnisch« zählt zu
den vollendetsten Arbeiten der Augsburger Plattner-
schule; der dazu gehörige Rossharnisch wurde bereits
im I. Bande dieses Albums, Tafel XVI, beschrieben
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und abgebildet. Er besitzt die charakteristischen Formen
der Zeit um 1502, mit tiefreichendem Kragen, breit
angelegten Achseln und steifen Flügen und weit ab¬
stehenden Stosskrägen. Die halben Armmuscheln sind
übertrieben gross gehalten, die Mäusel, in Relief ge¬
trieben, waren, wie noch Spuren erkennen lassen, in
Goldschmelz ausgestattet. Die Kugelbrust mit Nabe für
eine Doppelbrust trägt einen umlegbaren Rüsthaken
späterer Form. Die Beintaschen sind angeschoben. Die
Diechlinge reichen weit in die Lenden hinauf. Die
schweren Ochsenmäuler sind theils getrieben und zeigen
noch Reste von Vergoldung.
Ueber Ruprecht von der Pfalz, geboren 1481, ge¬
storben 1504, haben wir im I. Bande, Seite 10, die
nöthigen Daten bereits gebracht. (198.)
Tafel XI.
1. Feldharnisch des Königs, nachmals Kaisers
Ferdinand I. Blank mit schwarzgeätzten ornamentirten
Zügen und schuppenförmig getriebenen Verzierungen.
Der Helm mit Naseneisen und abschlächtigem Visir |
nähert sich der Form einer Sturmhaube, die geschobenen
Achseln besitzen hohe Stosskrägen, die Armbeugen
werden durch ganze Muscheln gedeckt. Die Brust ist
im Tapul ausgetrieben, die Beintaschen sind an Riemen
hängend, die Schuhe haben noch die breite Form der
Ochsenmäuler.
Wir erblicken hier ein Werk des berühmten könig¬
lichen Wappen- und Harnischmeisters Jörg Seusen-
hofer von 1537. Der Meister, gest. 1580, erhielt für
diesen sowie für einen zweiten zugehörigen Harnisch
nebst seiner Bezahlung noch ein Ehrenkleid. (295.)
2. Feldharnisch mit Doppelbrust für das Real-
gestech, blank mit breiten geätzten und vergoldeten
Zügen. Der burgundische Helm, eigentlich zur Turnier¬
ausrüstung gehörig, besitzt ein ungelochtes Visir,
welches mit einem Luftgeber ausgestattet ist. Die Ach¬
seln sind ohne Flüge, die Brust besitzt einen tiefsitzenden
Gansbauch. Die geschobenen Beintaschen hängen an
Riemen. Die Diechlinge sind bei Verwendung kurzer
spanischer Höschen zu verkürzen und abzustecken.
Die Eisenschuhe haben bereits die natürliche Fussform.
In der Armeria Real zu Madrid wird eine Garnitur
von sechs Harnischen (A. 243) bewahrt, welche dem
König Philipp II. angehört hatte und die gleiche Aus¬
zierung mit dem Motiv stilisirter Wolken aufweist, ein
gleiches ist es mit einem weiteren Harnische (A. 275
und 276) des Sohnes Philipps II., Don Carlos. Alle
dortigen Harnische tragen die Marke des berühmten
Nürnberger Waffenschmiedes Wilhelm von Worms
des Jüngeren. Unser Harnisch trägt keine Meistermarke,
doch an den Ellenbogenkacheln deutlich den Augsburger
Stadtpyr, woraus zu vermuthen steht, dass Wilhelm
von Worms ausser in Nürnberg und Prag auch einige
Zeit in Augsburg gearbeitet hat. J ) (278.)
Tafel XII.
1. Halber Feldharnisch des Kaisers Karl V. Der
selbe ist blank mit schmalen, gekehlten, geätzten und
vergoldeten Strichen und gravirten figuralen Emblemen
geziert. Der Helm ohne Kamm nähert sich in seiner
Form einer Sturmhaube mit Anschnallvisir. Die un¬
gleich gestalteten Achseln besitzen steife Flüge. Die
Armbeugen decken halbe Muscheln. Handschuhe fehlen.
Die langgestreckte Brust ist an den Seiten durch Ein¬
sätze sehr beweglich gestaltet. Ein schwacher Rüst¬
haken ist in das Bruststück zurückzuschieben. Am
Obertheile ist die heilige Jungfrau in Strahlenglorie
dargestellt. Auf dem Rücken erblickt man die heilige
Barbara. An die zwei Bauchreifen sind die zehnmal
geschobenen, bis an die Knie reichenden Schösse
geschnallt.
In dem Inventar des Nachlasses des Erzherzogs
Ferdinand von Tirol von 1596 findet sich bei An¬
führung dieses Harnisches folgende Stelle: »Hats bei
Ingolstadt geführt.« (1546.)
Dieser Harnisch, zur Gattung der Trabharnische
zählend, gehört einer grossen Garnitur an, die sich in
der Armeria Real zu Madrid befindet und unter der
Bezeichnung »mit den Greifen« bekannt ist. Sie datirt
von c. 1520 und ist ein Werk des Koloman Heim¬
schmied in Augsburg (gest. 1532). Der Harnisch ge¬
langte ohne Zweifel als Geschenk Königs Philipp II.
an den Erzherzog Ferdinand von Tirol. * 2 ) (342.)
2. Landsknechtharnisch des Sebastian Schertlin
von Burtenbach. Blank mit schwarzgeätzten Strichen.
Die letzteren besitzen Dessins von so reicher Erfindung
und geschmackvoller Ausführung, dass sie zu den
schönsten und werthvollsten Werken der Aetzkunst
gezählt werden können. Die Sturmhaube mit mässigem
Kamme und Sehschirm besitzt ein abschlächtiges An¬
schnallvisir. Die Achseln decken Spangröls. Die Brust
hat einen tiefsitzenden Tapul aufgetrieben. An die drei
Bauchreifen sind die siebenmal geschobenen Schösse
geschnallt. Der Harnisch, von ungefähr 1540 datirend,
trägt den Typus der Augsburger Arbeiten an sich.
Sebastian Schertlin ist 1495 geboren, diente in den
niederländischen Kriegen 1521 und erwarb sich später
in den Zügen gegen die Franzosen 1524 bis 1526,
besonders bei der Belagerung von Mailand grosse Ver-
*) Jahrbuch, XVI. Band, 1895. Boeheim W., Nürnberger
Waffenschmiede und ihre Werke in den kaiserlichen und in
anderen Sammlungen.
2 ) Jahrbuch, XII. Band, 1891. Boeheim W., Augsburger Waffen¬
schmiede, ihre Werke und ihre Beziehungen zum kaiserlichen und
zu anderen Höfen.
7
dienste. Als Grossmarschall commandirte er 1544 im
Feldzuge gegen Frankreich, fiel aber später von dem
Kaiser ab und schloss sich an den Schmalkaldischen
Bund. Nach seiner Wiederaussöhnung mit dem Kaiser
zog er gegen die Türken und schlug sie bei Leobers-
dorf. Er starb 1577. (300.)
Tafel XIII.
1. Halber Prunkharnisch des Feldherrn Cornelio
Bentivoglio. Blank mit breiten vergoldeten Zügen.
Der geschlossene Helm mit mässigem Kamm und
Stirnstulp besitzt ein nur an der rechten Seite gelochtes
Visir. Die Achseln sind geschoben, die Armbeugen
decken ganze Muscheln. Die Stulpen der Handschuhe
sind geschweift gebildet. Die Brust mit Grat weist
nur den Ansatz zu einem Gansbauch. An die zwei
Bauchreifen sind die dreimal geschobenen Beintaschen
geschnallt.
Der Harnisch, c. 1540 datirend, trägt den Stil
der Arbeiten des Mailänder Waffenschmiedes Antonio
Romero an sich, der auch später für Alfonso II. d’Este
von Ferarra gearbeitet hatte.
Cornelio Bentivoglio diente unter Heinrich II. von
Frankreich, er siegte über die Spanier bei Orbitello
1552, behauptete dann Siena und wurde Statthalter
in Ferarra. 1566 zog er mit Hilfsvölkern nach Ungarn.
Er starb um 1568. (341.)
2. Halber Feldharnisch des Georg von Frunds-
berg. Derselbe ist blank, mit schmalen, in Schwarz¬
ätzung gezierten Randstreifen von guter Zeichnung.
Der Helm, der Kragen und die Achseln sind abgängig.
Die starke Kugelbrust mit kräftig aufgetriebenen Rand-
wulsten trägt die Löcher für einen Rüsthaken. An die
drei Bauchreifen sind die neunmal geschobenen Schösse
geschnallt. Der Harnisch, von c. 1513, trägt den Typus
Augsburger Arbeiten an sich.
Georg von Frundsberg, Herr von Mindelheim,
Petersberg und Sterzingen, eine der hervorragendsten
Gestalten in den Kriegen Maximilians I. und Karls V.
Der Vater der Landsknechte ist 1475 geboren. Er
blieb in 15 Schlachten und noch mehr kleineren Ge¬
fechten unbesiegt. Er war oberster General der deutschen
Truppen in Italien und Feldhauptmann in Tirol. Er
starb 1528. (207.)
Tafel XIV.
Pferderüstung, sogenannte Caperation. Die ganze
Rossstirne ist blank. Die Halsbedeckung, »Kanz« ge¬
nannt, von Eisen, ist geschoben und, wie alles Riemen¬
werk, mit kirschrothem Sammt überzogen. Ebenso
haben der Sattel, dessen blanke Stegbeschläge mit ver¬
goldeten geätzten Randstreifen geziert sind, sowie die
Faustrohrhalfter den gleichen Bezug Fürbug und Ge-
lieger aus eisernen Bandstreifen bestehend und in ge¬
schmackvollen Schlingdessin angeordnet, ist gleichfalls
mit rothem Sammt belegt; die Ränder der ver¬
schlungenen Bandstreifen tragen noch Reste von Gold¬
bordüren.
Die Sammlung bewahrt noch fünf ziemlich gleich
ausgestattete derlei Pferderüstungen. Sie gehörten zur
Ausrüstung der Trabanten Ferdinands I. und datiren
von c. 1550. (232)
Tafel XV.
1. Morion aus der venetianischen Patrizier¬
familie Da Mula. Derselbe ist blank, mit geätzten und
vergoldeten Verzierungen von meisterhafter Zeichnung
bedeckt. Auf dem hohen Kamme erblickt man in
Cartouchen an einer Seite den Marcuslöwen; auf der
anderen das Wappen der Da Mula. Italienisch, um
1550; ein gleichgestalteter Morion, jedoch ohne
heraldische Embleme, wird im Musde d’Artillerie zu
Paris bewahrt. (258.)
2. Morion, durchaus mit geätzten Verzierungen
ausgestattet und vergoldet. Derselbe, mit sehr hohem
Kamme und etwas bizarr gestalteten Krempen, ist ver-
muthlich ferarresisch und entstammt der Werkstätte
des Mailänder Waffenschmiedes Antonio Romero.
Um 1560. (266.)
Tafel XVI.
Deutsche Sturmhaube des Kaisers Karl V.
Diese Sturmhaube, eines der hervorragendsten Werke
deutscher Treibkunst, ist in seiner ganzen Aussenfläche
mit meisterhaft gezeichneten, bewegt gestalteten Scenen
aus der Aeneide in Relief ausgestattet, wie auch die
lateinischen Inschriften auf dem Scheitelstücke besagen.
Auf dem Kamme erblickt man Mars auf einem Wagen,
auf dem Scheitelstücke den Kampf um Troja, an den
übrigen Theilen Einzelnkämpfe, Allegorien und Orna¬
mente. Die Sturmhaube ist von der linken Seite in
Quirin Leitner’s »Die kaiserliche Waffensammlung im
Artilleriearsenale« auf Tafel XIX abgebildet; hier bringen
wir deren rechte Seite.
Ein Vergleich zu dieser Sturmhaube mit Werken
in der Armeria Real zu Madrid leitet zu der Ueber-
zeugung, dass wir mit diesem ein Werk des berühmten
Augsburger Waffenschmiedes Desiderius Colman von
c. 1550 vor uns haben. (351.)
8
Tafel XVII.
1. Schwert des Kaisers Karl V. Der Griff, in ita¬
lienischer Renaissance in vergoldeter Bronze montirt,
besteht aus Fischhaut. Die schmale Klinge trägt als
Zeichen den gekrönten Mohrenkopf tt. eingeschla¬
gen. An der einen Seite erblickt man das
Brustbild des Kaisers und die In- schrift in
der Blutrinne: »IM • CAES * CAROLVS • V * SEMP • F •
AVGVST* AN* AET-XXX.c An der Rückseite die
Säulen des Herkules mit der Inschrift: »PLVS * VLTRA*
FVNDATORI • QVIETIS« MDXXX. Alles in vergol¬
deter Aetzung. Ausgezeichnete geschmackvolle italie¬
nische, vermuthlich Florentiner Arbeit. (273.)
2. Schwert Philipps I. des Schönen, Königs von
Castilien. Der Griff von vergoldeter Bronze ist theils
durchbrochen gearbeitet und besitzt in kleinem Mass-
stabe die Form der päpstlichen geweihten Schwerter
am Beginne des XVI. Jahrhunderts. Auf der schönen
italienischen Klinge erblickt man vergoldete Aetzungen
im Stile des Ercole de Fideli, darunter die Wappen¬
figuren des Hauses Rovere-Montefeltre, wahrscheinlich
des Papstes Julius II. (gest. 1513). Das Schwert ist
somit als ein Geschenk dieses Papstes an den König
um 1500 anzusehen. (275.)
3. Schwert des Georg von Frundsberg. Der Griff
ist in Eisen geschnitten, mit Kriegerköpfen geziert und
theils vergoldet; der Handgriff besteht aus Fisch¬
haut. Die kolbige Klinge mit dem Passauer »Wolf*
trägt in Schwarzätzung eine Inschrift im Charakter der
Wende des XVI. Jahrhunderts, lautend: »Herr Jorg
von Fronsperg wohlbekanndt, Hatt mich geführt durch
manches Landt. In dreyzehn Schlachten wohlgemueth,
Vergossen wir vihl l'eindesblutt«, weiters auf der Rück¬
seite: »Von Frantzosen, Ungarn, Tartarn und Türkhen,
deren wir thaten vihl erwürgen. Jetzund Ich mich
zum Friden kehr, Weil Thomas Moll ist jetzund Herr.«
Die Zuschreibung an Georg von Frundsberg kann sich
allein nur auf die Klinge beziehen, denn die Fassung
datirt aus dem Ende des XVI. Jahrhunderts. (274.)
Tafel XVIII.
1. Haudegen. Der Griff in Bronze gegossen und
ciselirt, ist von meisterhafter Zeichnung. Der Knauf
mit Sirenen geziert, ist durchbrochen gestaltet, die
Parirstangen laufen in Delphinen aus. Die Klinge mit
flachem Hohlschliffe trägt die Marke des »gekrönten
Mohrenkopfes«, wie auf dem Schwerte Karls V.,
Tafel XVII, 1, ferner den Namen des Klingenschmiedes:
MATINNI * ANTANNI. Der Degen gehörte zweifellos
Kaiser Karl V. Italienisch, um 1535. (254.)
2. Ochsenzunge. Anelace, in Italien auch Cinque
dea (dita) genannt. Der Griff ist mit Elfenbein belegt,
mit durchbrochenen rosettenförmigen Einlagen aus
Bronze. Die Parirstangen sind aus blankem Eisen. Die
schön geschliffene Klinge besitzt am Ansätze Ver¬
zierungen in vergoldeter Aetzung. Triumphscenen mit
zahlreichen nackten Figuren im eleganten Stile, der
dem Ercole de Fideli zugeschrieben wird. Italienisch
um 1520. (252.)
3. Haudegen Kaiser Karls V. mit Kalenderklinge.
Der Griff mit Faustschutzbügel ist aus Eisen und mit
feiner Goldtausia geziert. Der Handgriff ist mit Messing¬
draht umwunden. Auf der Klinge ist auf beiden Seiten
der Kalender des Jahres 1530 geätzt. Gegen die Spitze
zu finden sich folgende Inschriften: »CAROLVS *
ROMANORVM * SEMPER VLTRA* 1530-AMBROSIO •
GEMLICH * DE * MONACO.« Auf der anderen Seite
der Spruch: »SI * DEVS * NOBISCVM« etc. Nach einer
Tradition trug der Kaiser diesen Degen auf dem Reichs¬
tage obigen Jahres in Augsburg. (253.)
Tafel XIX.
1. Faustrohr des Erzherzogs Ferdinand von
Tirol. Das gezogene Rohr ist in Schwarzätzung reich
geziert, es trägt als Marke den Kopf mit dem Juden¬
hut daneben die Chiffre H * S und die Jahreszahl
1 555 » ebenso ist das Radschloss mit Stecher ge¬
ätzt und theilweise vergoldet. Der Schaft ist durchaus
mit Silberplatten belegt, welche mit schönen Reliefs in
deutscher Renaissance ausgestattet sind. Auf der oberen
Kolbenseite erblickt man Gottvater mit dem heiligen
Geist, darunter Christus am Kreuz mit Maria und
Johannes in ganz ähnlicher Zeichnung wie auf der
bekannten Gussmedaille des Kurfürsten Moriz von
Sachsen, eine Arbeit des Hans Reinhart von Leipzig
von 1544. Die übrigen Flächen enthalten Jagdscenen
und Arabesken. Auf der Kappe erscheint eine Victoria
zwischen Arabesken von eleganter Zeichnung. Der
Griffbügel fehlt. Der Erzherzog führte dieses Faustrohr
im Felde 1556 und bei den Festlichkeiten anlässlich
seiner Vermählung mit Anna Katharina von Mantua
1582. (260.)
2. Faustrohr Heinrichs VII. des Jüngeren, Burg¬
grafen zu Meissen. Ganz ähnlich dem vorbeschriebenen
und mit den gleichen Marken. Auf der Kappe erblickt
man in Relief das Wappen des Burggrafenthums
Meissen mit den Initialen: »H * B * Z * M * D * J.« Burg-
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graf Heinrich der Jüngere, geboren 1536, war am
Kaiserhofe sehr wohl gelitten; er befehligte die Garde
des Erzherzogs Ferdinand in dem Feldzuge 1556 gegen
die Türken und starb 1572. Das Faustrohr kam ver¬
mutlich als Geschenk des Burggrafen an den Kaiser
Maximilian II. oder an den Erzherzog Karl von Steier¬
mark. (261.)
3. Dasselbe Faustrohr von der inneren oder An¬
schlagseite. Auf dem Schafte erblickt man Reliefs,
mit welchen Jagden auf Löwen und Hirschen dar¬
gestellt sind.
Tafel XX.
1. Faustrohr. Der Lauf ist ganz mit Verzierungen
in vergoldeter Aetzung ausgestattet. Unter den Dar¬
stellungen erblickt man den Erzengel Raphael, dann
eine nackte Frauengestalt, hinter dieser den Tod als
Skelett mit der Nebenschrift: TEMPVS • EST und
DV • MVSST • MIT • MIR. Das Radschloss ist gleich¬
falls geätzt. Der Schaft von Nussbaumholz ist mit
theils getriebenen, theils gravirten Silberblechen belegt.
Die Darstellungen enthalten Christus am Kreuz, Figuren
in der Tracht der Zeit, Faune, Jagdscenen etc. Deutsch,
um 1540. (329.)
2. Faustrohr mit Radschloss. Der glatte Lauf ist
in Silbertausia geziert. Der Schaft von Nussbaumholz
besitzt Auflagen von Silber, welche theils getrieben,
theils gravirt sind. An der Anschlagseite ist Mutius
Scaevola, auf der Oberseite Christus am Kreuz, daneben
sind Figuren in der Tracht der Zeit, eine Nereide,
Faune u. dgl. dargestellt. Der Schaft endet in einem
Thierkopf in Gestalt eines Tigers, aus gegossenem
Silber. Deutsch, um 1535. (328.)
3. Kurzes Faustrohr mit Radschloss und Hinter-
ladeeinrichtung. Lauf und Schloss sind ohne Ver¬
zierungen. Der Lauf besitzt Charnierverschluss mit
Verschlussstift. Durch das Spannen des Hahnes zieht
sich auch das Rad auf. Der Schaft von italienischer
Form ist überaus reich mit Einlagen in Elfenbein aus¬
gestattet. Die Verzierungen erweisen Anklänge an die
Niederländer Ornamentisten. In selben finden sich
Kriegerfiguren, Städtebilder u. dgl. eingestreut. Deutsch,
um 1580. (375.)
Tafel XXL
Rundschild des Gian Giacomo de Medici, Mark¬
grafen von Marigliano. Derselbe ist kreisrund, hoch¬
gewölbt und mit Leder überzogen, welches mit
plastischen Emblemen in geschnittener Arbeit verziert
ist. Erstere bestehen in Sinnbildern der Familie und
des Eigners und enthalten auf flatternden Bändern
lateinische Sinnsprüche. In der Mitte erblickt man eine
Schildkröte mit der begleitenden Inschrift: TESTA *
HVIC • SCVTVM • HOMINI • SAEVOS • MVNIMEN •
AD • ICTVS. Rings um diese Darstellung gruppiren
sich in Umrahmungen ein Fuchs, eine Schlange, ein
Nashorn und eine Gans mit ähnlichen Devisen. In
den Zwischenfeldern zeigen sich Phantasiefiguren,
welche auf die Familie Medici bezügliche Embleme
wie die Muschel, den Hahn, den Doppeladler und die
Lilie in den Händen halten. Der Adler weist darauf
hin, dass der Eigner unter dem Kaiser Karl V. gedient
hatte, die Lilie erhielt die Familie in ihr Wappen
durch Ludwig XI.
Der Schild zählt zu den hervorragendsten Werken
der Lederplastik. Die Zeichnung ist überaus geschmack¬
voll in der Anordnung und von virtuoser Ausführung.
Johann Jacob von Medici, geboren 1498, war
einer der ausgezeichnetsten Feldherrn, er diente
Karl V. im Feldzuge gegen Frankreich, als General-
Feldzeugmeister 1543, im Jülichischen, später im
Türkischen und Schmalkaldischen Kriege. Er befestigte
durch seine Siege die Herrschaft der Mediceer in
Florenz. Gestorben 1555. Italienisch, um 1530. (246.)
Tafel XXII.
1. Ganzer Harnisch für das Realgestech, blank,
mit geätzten und vergoldeten Strichen und Füll¬
ornamenten. Der geschlossene Helm mit niederem
Kamme ist im Visir nur rechterseits gespalten. Die
geschobenen Achseln besitzen Brechränder, die ge¬
schiftete Brust mit Neigung zum Gansbauch besitzt
einen Rüsthaken späterer Form. Die ungleich grossen
Beintaschen sind nur einmal geschoben. Die Vorfüsse
enden in abgehackter Form. Der Harnisch, von c. 1540
datirend, stammt zweifelsohne aus dem Besitze des
Kaisers Ferdinand I. Allen Vermuthens nach ist er
von Jörg Seusenhofer in Innsbruck gefertigt. (398.)
2. Ganzer Turnierharnisch des Paolo Giordano
Ursini, Herzogs von Bracciano. Blank mit sehr breiten
geätzten und vergoldeten Strichen, in welchen Waffen,
Musikinstrumente u. dgl. eingestreut erscheinen. Der
geschlossene Helm besitzt einen hohen Kamm, das
Visir ist nur an der rechten Seite und rosettenförmig
gelocht. Die Achseln sind geschoben. Die Handschuhe
besitzen lange, spitz geschnittene Stulpen. Die auffallend
kurze Brust mit schwachem Grat hat keinen Rüsthaken.
Die breiten Diechlinge sind ungeschiftet, die Bein¬
schienen decken nur den Vordertheil. Die zugehörigen
Panzerschuhe sind nicht vorhanden.
2
Der Harnisch datirt von ungefähr 1580, er reiht
sich in Form und Zier an die späten Mailänder Ar¬
beiten in der Art jener des Pompeo della Chiesa.
Paolo Giordano Ursini war schon mit 15 Jahren
päpstlicher General, er diente unter Paul IV., unter
Cosimo von Medici und Andrea Doria und zeichnete
sich im Seekriege gegen die Türken, besonders aber
bei Lepanto 1571 aus. Er starb 1584. (414.)
Tafel XXIII.
1. Halber Prunkharnisch des Stefan Bäthory,
Fürsten von Siebenbürgen, nachmals König von
Polen. Derselbe von ungarischer Form, ist gebläut
und mit breiten Strichen in eingeschlagener Goldtausia.
Die ungarische Sturmhaube (Sisak) ist im Scheitel zu¬
gespitzt, der Gesichtsschirm ist feststehend, das breite,
oberhalb durchbrochene Naseneisen ist beweglich und
stellbar, die breiten Backenstücke sind etwas getrieben.
Die Brust mit Neigung zum Gansbauch ist unterhalb
dreimal geschoben. Auf deren Mitte erblickt man die
gravirte Darstellung des gekreuzigten Heilandes,
dieser mit mächtigem Schnurrbarte; eine nicht
deutsche, vermuthlich siebenbürgische Arbeit. An die
Brust sind die viermal geschobenen Beintaschen ge¬
schnallt. Der Harnisch besitzt noch die originale
Fütterung aus dunkelgrünem Sammt. Der Harnisch
datirt von etwa 1560. Von im Allgemeinen deutscher
Arbeit, zählt er zu den schönsten und wirkungsvollsten
Werken der Plattnerkunst. Bäthory ist in diesem Har¬
nische auf einer Medaille von 1579 abgebildet.
Stefan Bäthory ist 1531 geboren, wird Fürst von
Siebenbürgen 1571, König von Polen 1575 und stirbt
1586. (396.)
2. Landsknechtharnisch, blank, mit breiten ge¬
ätzten und vergoldeten Strichen auf geschwärztem
Grunde. Die geschlossene Sturmhaube mit niederem
Kamm besitzt einen feststehenden Gesichtsschirm. Die
geschobenen Achseln sind beiderseits vorne ausge¬
schnitten. Die Brust, mit mässigem Gansbauch, ist
unterhalb geschiftet, an selbe sind die dreimal ge¬
schobenen Beintaschen geschnallt.
Der Harnisch gehört zu einer Garnitur, von welcher
der Feldharnisch in der Sammlung noch vorhanden
ist. Sie ist bestimmt aus einer Augsburger Werkstätte
hervorgegangen und wurde vermuthlich 1547 für den
damaligen Erzherzog Maximilian II. gefertigt.
Tafel XXIV.
Innenseite eines Kundschildes des Erzherzogs
Ferdinand von Tirol. Unter den Waffenstücken des
Erzherzogs finden sich auch noch eine Sturmhaube
und ein zugehöriger Rundschild von reichster Aus¬
stattung in Treibarbeit und Vergoldung, gefertigt von
dem Waffenschmiede Giovanni Battista Serabaglio in
Mailand, vielleicht in Verbindung mit dem Kunstarbeiter
Marco Antonio Fava um 1560.
Die Fütterung des Schildes, welche hier zur An¬
sicht gebracht wird, ist ein Meisterwerk mailändischer
Stickkunst. Zwischen Bandornamenten von vorzüglicher
Zeichnung und Erfindung erscheinen in Cartouchen
vier Thaten des Herkules in feiner Seidenmalerei. Die
Ornamente sind durchaus applicirt und mit gedrehten
Goldfäden contourirt, dazwischen erscheinen Putti mit
Waffen in den Händen.
Unter den damals in Mailand beschäftigten zahl¬
reichen Goldstickern ist es schwierig, auf einen Meister
dieser herrlichen Arbeit hinzudeuten, doch weisen einige
Anzeichen auf die berühmte Kunststickerin Catarina
Leuca Cantona, welche auch für Katharina, die Tochter
Königs Philipp II., thätig gewesen ist. 1 ) (448.)
Tafel XXV.
1. Halber Harnisch für den Gebrauch zur See
des Sebastiano Venieri, Dogen von Venedig, blank
mit schmalen geätzten und vergoldeten Strichen, in
denen Arabesken, Genien, Thiere, Mascarons u. dgl.
eingestreut erscheinen. Die Sturmhaube mit hohem
Kamm besitzt ein dreimal abschlächtiges Anschnall-
visir, welches am Oberrande in einer Reihe gelocht
ist. Die Achseln besitzen steife Flüge, die Armbeugen
decken halbe Muscheln, zur Zeit eine bereits veraltete
Form. Die Brust ohne Rüsthaken ist unterhalb ge¬
schiftet. An die zwei Bauchreifen sind die fünfmal
geschobenen Beintaschen geschnallt.
Der Harnisch, von ungefähr 1560, mag einer
Venetianer Werkstätte entstammen; die Ornamente
erweisen den Einfluss der Mailänder Schule.
Sebastiano Venieri ist 1496 geboren, er war als
Procurator von San Marco Befehlshaber der venetia-
nischen Flotte im Kriege gegen Selim II. Ihm gebührt
ein Hauptantheil an dem Siege bei Lepanto 1571. Er
wurde zum Dogen 1577 erwählt und starb in hohem
Alter 1578. (526.)
2. Halber Harnisch für den Gebrauch zur See
des Giannettino Doria. Geschwärzt mit vergoldeten
Rändern und getriebenen Ornamenten. Die offene Sturm¬
haube mit festem Gesichtsschirm ist am Scheitelstück
mit getriebenem Blattwerk geziert, am Kamme gefiedert.
Die Achseln, mit Schlitzen decorirt, besitzen nur schmale
*) Lomazzo Trattato della Pittura. — Morigia Istoria dell*
Antiquitä di Milano. — Jahrbuch der kunsthistorischen Samm¬
lungen, Bd. IX. Boeheim W., Werke Mailänder Waffenschmiede
in den kaiserlichen Sammlungen.
Flüge. Die Armkacheln von bedeutender Grösse haben
Laubwerk getrieben. Die schwere Brust mit tiefem
Gansbauch besitzt keinen Rüsthaken, an diese sind die
neunmal geschobenen Schösse geschnallt. Von diesem
Harnische reihen sich nur die Sturmhaube und die
Armzeuge ohne die Handschuhe in die Lebenszeit des
obengenannten Seehelden. Sie gehören der Mantuaner
Schule unter dem Einflüsse des Giorgio Ghisi an und
datiren von etwa 1540. Alle übrigen Theile sind spätere
Zugaben von minderem Werthe.
Giannettino Doria war ein glücklicher Befehlshaber
zur See, er zeichnete sich durch Besiegung des Cor-
sarenführers Torghud Reis aus und leistete den Spaniern
bedeutende Dienste. Er kann als die Hauptursache der
Verschwörung des Fiesco 1547 zu Genua angesehen
werden, die ihm auch das Leben kostete. (478.)
Tafel XXVI.
Ungarische Sturmhaube des Erzherzogs Fer¬
dinand von Tirol. Sowohl in dem Feldzuge gegen
die Türken 1556 als jenem von 1566, in welchen
beiden Erzherzog Ferdinand die kaiserliche Armee be¬
fehligte, pflegte dieser in ungarischer Tracht zu er¬
scheinen. Von diesen Anzügen hat sich der schönste
erhalten, der in den alten Inventaren als »silbern
hussarische rüsstung« bezeichnet wird. Alle Metall-
theile dieses Costümes sind von gediegenem Silber,
reich mit Verzierungen in Relief ausgestattet, die textilen
Partien sind theils von genuesischem Silberbrocat,
theils von niederländischem Leinendamast.
Wir bringen aus dieser Costümgarnitur hier die
silberne Sturmhaube in Abbildung. Eine oberflächliche
Betrachtung genügt, um uns zu überzeugen, dass wir
mit selber eine Imitation ungarisch-orientalischer Form
und Decoration, ein Werk eines deutschen Meisters vor
uns haben. Die Haube mit leicht orientalisirendem Laub¬
ornament ist in getriebener, Sehschirm, Nackenschirm
und die Ba'ckenstücke sind in geätzter Arbeit geziert.
Die figuralen Beigaben erweisen vollends den deutschen
Ursprung des hervorragenden Werkes und das häufige
Auftreten von Löwenköpfen verräth uns einen der
berühmten Goldschmiede aus der Familie der Jamnitzer
in Nürnberg, als welchen wir Wenzel oder Christoph
annehmen können. Das Fertigungsjahr ist sicher um
1555 zu setzen. (483.)
Tafel XXVII.
1. Ungarischer Säbel des Erzherzogs Ferdinand
von Tirol. Der Griff sowohl wie die Beschläge der
ledernen Scheide sind aus Messing gegossen, ciselirt |
und vergoldet. Der Knauf stellt einen Hundskopf dar,
die Parirstangen enden in Jungfrauengestalten. Auch
hier lassen die meisterhaft gezeichneten Ornamente
den Stil der Jamnitzer erkennen.
Der Säbel zählt zu einem jener ungarischen Co-
stiime, welcher sich der Erzherzog als Befehlshaber
in den Feldzügen 1556 und 1566 gegen die Türken
bediente. Deutsch, um 1550. (499.)
2. Ungarischer Säbel des Erzherzogs Ferdinand
von Tirol. Derselbe gehört zu jenem ungarischen
Costüme, das in den Inventaren »die silbern hussarische
rüsstung« genannt wird und von welchen wir auf
Tafel XXVI die Sturmhaube in Abbildung gebracht
haben. Sowohl der Griff als die Scheide von Silber
sind theils mit Relief, theils mit Aetzwerk geziert. Von
orientalischer Form erkennt man in der Decoration
eine geistreiche Imitation orientalischer Ornamentik.
Die Löwenköpfe am Mitteleisen lassen uns die Hand
eines der Jamnitzer erkennen. Deutsch, um 1555. (483.)
Tafel XXVIII.
1. Sturmhaube. Von dieser reich mit getriebener
Arbeit und in Goldtausia gezierten Sturmhaube haben
wir deren linke Seite im I. Bande dieses Albums,
Tafel XXVI, 2, in Abbildung gebracht. Wir bringen
hier deren rechte Seite in etwas grösserer Darstellung.
Auch hier bildet wieder die Musik das Hauptmotiv
der figuralen Scene. Der Kamm wie die Backenstücke
enthalten Idealfiguren zwischen Trophäen. Wie wir schon
im I. Bande, Seite 15, erwähnt haben, ist die Sturmhaube
und der dort abgebildete Rundschild mit der Dar¬
stellung des Parisurtheils vermuthlich ein Geschenk
des Herzogs Wilhelm von Mantua an den Kaiser
Maximilian II. vom Jahre 1561; die Composition der
figuralen Darstellungen weist auf die mantuanische
Schule der Ghisi, die technische Ausführung aber auf
Lucio Piccinino in Mailand. (543.)
2. Innenseite eines Rundschildes. Derselbe ist
kreisrund, etwas gewölbt und aussen mit glatt ge¬
schliffener Fischhaut überzogen. Weit interessanter als
die Aussenseite ist die Innenseite, welche in Lack¬
malerei mit in Gold gemalten Pflanzenornamenten auf
schwarzem Grunde geziert ist, in die Vögel und
andere Thiere eingestreut erscheinen. Das Ganze bietet
den Eindruck der Imitation eines alten chinesischen
Originales. Die Tragvorrichtung aus schwarzem Sammt
ist vollständig erhalten. Die Arbeit ist italienisch,
vielleicht venetianisch, um 1580. (510.)
12
Tafel XXIX.
Bruststück von dem Prunkharnische des Ales-
sandro Farnese, Herzogs von Parma. Im I. Bande
dieses Albums haben wir eine Gesammtansicht dieses
zu den vollendetsten Kunstwerken im Waffengebiete
zählenden Harnisches auf Tafel XXIX gebracht und
auf Seite 16 beschrieben. Wir bringen nun hier als
Einzeldarstellung das Bruststück in Abbildung.
In der Mitte erblickt man David mit dem Schwerte
des Goliath in einer von Faunen getragenen Bogen¬
architektur, darüber Gefangene und ein Medusenhaupt.
In den Seitenstreifen zeigen sich in Cartouchen die
menschlichen Tugenden in Idealfiguren, die Striche
sind untereinander durch Draperien und Festons in
Verbindung. Die Verzierung erweist sich als ein Meister¬
werk Lucio Piccinino’s sowohl in der Erfindung als
der Vertheilung der Zierelemente. (635.)
Tafel XXX.
Rückenstück von dem Prunkharnische des Ales-
sandro Farnese, Herzogs von Parma. Gleich dem
Bruststücke auf Tafel XXIX bringen wir hier das
Rückenstück dieses Harnisches in Abbildung. Das
Mittelstück ist die Darstellung des Jupiter, umrahmt
von Sirenen und getragen von Satyren. Oberhalb er¬
blickt man einen geflügelten Mascaron, beseitet von
musicirenden Frauengestalten. In den Seitenstreifen
finden sich Gladiatoren und Kriegerfiguren, getragen
von Kariatiden und Sirenen. Einzelne Figuren erweisen
sich von prächtiger Zeichnung und unnachahmlicher
Grazie in der Bewegung. (635.)
Tafel XXXI.
Geschlossener Helm von dem Prunkharnische
des Alessandro Farnese, Herzogs von Parma. Der¬
selbe, von gleicher Ausstattung wie die vorher abge¬
bildeten Einzelstücke dieses Harnisches, besitzt einen
niederen Kamm, auf welchem auf verziertem Dorn
eine freiplastisch gearbeitete Harpye aufsitzt. Auf dem
Stirnstulp erblickt man einen Mascaron mit Putti, auf
den Streifen an den Seiten links: Venus mit Amor,
rechts: den leyerspielenden Apoll, Krieger, Putti u. dgl.
Auf dem Visir ist vorne ein Imperator, an den Seiten
sind antike Krieger dargestellt. (635.)
Tafel XXXII.
1. Halber Prunkharnisch des Carlo Gonzaga,
Grafen von Gazzuolo. Derselbe ist schwarz ange-
| strichen, mit getriebenen Laubornamenten geziert und
theilweise vergoldet. Die Vorstösse bestehen aus kirsch-
rothem Sammt. Die Sturmhaube ist abgängig. Die
Achseln mit mässigen Flügen sind geschoben und
reich ornamentirt. Von ausgezeichnet schöner Treib¬
arbeit erscheinen die grossen Armkacheln. Die Brust
ist durchaus geschoben und deckt auch den Hals. Sie
besitzt jene geschmeidige Form, die man damals »all
ungarese« bezeichnete. An die beiden Bauchreifen sind
die sechsmal geschobenen Beintaschen angeschnallt,
welche unterhalb wieder mit stilvoll gezeichneten Ara¬
besken geziert sind.
Der Harnisch, nur der Repräsentation dienend,
gehört als Kunstwerk gleich dem Harnische des
Agostino Barbarigo. welcher im I. Bande, Tafel XXXI,
abgebildet erscheint, der Mantuaner Schule unter dem
Einflüsse des Giorgio Mantuano an, der sich selbst
als Waffenschmied bethätigte. Er datirt von ungefähr
1550 .
Carlo Gonzaga diente bereits als Knabe unter
Pescara und zeichnete sich bei Siena aus. 1555 wurde
er Befehlshaber des gesammten Fussvolks Karls V.
in der Lombardie, starb aber im selben Jahre. (401.)
2. Halber Harnisch des Vespasiano Gonzaga,
Herzogs von Sabbionetta. Blank, mit sehr breiten
geätzten und vergoldeten Strichen, in denen figurale
Darstellungen ersichtlich sind. Der geschlossene Helm
mit hohem Kamm besitzt ein nur rechterseits gespaltenes
Visir. Die Achseln sind geschoben, auf die linke ist
eine Doppelachsel mit hohem Brechrand aufgeschraubt.
Die Brust mit tiefem spitzen Gansbauch, besitzt einen
Rüsthaken späterer Form. An den Bauchreifen sind
die fünfmal geschobenen Beintaschen geschnallt. Es
ist nur das obere Beinzeug mit den Kniebuckeln
vorhanden. Unter den figuralen Beigaben im Aetzwerk,
die von Cartouchen umrahmt sind, erblickt man Venus,
Herkules, die Victoria, die Fama, Mutius Scaevola,
Krieger, Genien etc.
Der Harnisch, von ungefähr 1570 datirend, ist
mailändisch, ganz in der Art des Antonio Romero und
besitzt viel Aehnlichkeit mit den Harnischen des
Cornelio Bentivoglio, Tafel XIII, 1, und des Alfonso II.
d’Este, des Schwagers des Erzherzogs Ferdinand von
Tirol, der in der Sammlung vorhanden ist. (443.)
Vespasiano Gonzaga zeichnete sich schon in Italien
im Kriege gegen den Papst Paul IV. aus, wurde später
Befehlshaber des italienischen Fussvolkes in den Nieder¬
landen, Statthalter von Navarra und Unterkönig von
Valencia. Er war Ritter des Ordens vom goldenen
Vliesse und starb 1591. (655.)
Tafel XXXIII.
1. Kleines Schwert. Der Griff, aus Bronze ge¬
gossen, ist mit Reliefs in italienischer Renaissance
13
geziert und vergoldet. Die hier nicht zugehörige Klinge
mit drei Blutrinnen ist mit Laubornament in Schwarz¬
ätzung geziert. Letzteres entstammt einer oberdeutschen
Werkstätte; der Aetzmaler bezeichnet sich durch »Halb¬
mond und Stern«. Um 1570. (611.)
2. Degen. Der Griff ist aus blankem Eisen; sowohl
der eiförmige Knauf als der Faustschutzbügel und
der Griffbügel sind durchbrochen gearbeitet mit Ara¬
besken, zwischen welchen figurale Darstellungen ein¬
gestreut erscheinen. Die Parirstangen sind theilweise
weggebrochen. Die Klinge ohne Marke ist von minderem
Werthe. Deutsch, um 1600. (598.)
3. Kleines Schwert. Der Griff ist aus geschwärztem
Eisen und mit sehr schön gezeichneten Arabesken in
aufgeschlagener Silbertausia geziert. Die Klinge mit
Hohlschliff ist wahrscheinlich Solinger Erzeugniss
und hat unlesbare Chiffren eingeschlagen. Von einer
Klingenschmiedmarke findet sich nur eine Spur, mit
selber könnte ein gekröntes P dargestellt sein.
Deutsch, um 1590. (613.)
Tafel XXXIV.
Sturmhaube und Rundschild des Alessandro
Farnese, Herzogs von Parma. Beide Stücke gehören
als Wechselstücke jener prachtvollen Harnischgarnitur
an, welche wir im I. Bande dieses Albums, Tafel XXIX,
abgebildet und beschrieben haben. Die Sturmhaube
ist mit Treibarbeit geziert, mit welcher auf dem Scheitel¬
stücke Kampfscenen zwischen nackten Jünglingen, auf
den Backenstücken Genien, auf dem Kamme Sirenen
dargestellt sind. Sehr wirksam ist eine Reihe von
buckelartigen Auftrieben mit Perlen von aufgeschlagener
Silbertausia. Spuren am Kamme lassen erkennen, dass
auch hier ein Aufsatz, ähnlich wie auf dem Helme des
Harnisches, vorhanden war.
Der Schild, von elliptischer Form, enthält in seiner
Mitte die Scene der Uebergabe einer Stadt an einen
römischen Feldherrn, als Anspielung an die vielen
Eroberungen des Herzogs in den Niederlanden. An
den vier Seiten erblickt man je das Bild der Diana
von Ephesus, dazwischen in Cartouchen die vier Elemente
in figuralen Allegorien. Die reichgestickte Fütterung
des Schildes ist noch erhalten. (619.)
Tafel XXXV.
Geschlossener Helm von dem Prunkharnische
des Kaisers Rudolf II. Der Harnisch, dieses unver¬
gleichliche Werk deutscher Waffenschmiedekunst,
wurde in seiner Gesammtheit im I. Bande dieses Al¬
bums, Tafel XXXIII, abgebildet, beschrieben und be-
urtheilt. Bei einem so hervorragenden Kunstwerke
halten wir uns auch verpflichtet, dessen Einzelnheiten
näher vor das Auge zu rücken, und wir bringen darum
hier zunächst den Helm. Derselbe ist ein sogenannter
»geschlossener«, späterer Form, um 1590. Trägt der
Harnisch als Ziermotiv die Thaten des Herkules, so
findet sich nichtsdestoweniger auf dem Helme nichts
an diese Mythe Anklingendes. Die Verzierungen be-
i stehen aus phantasievoll gedachten Schlingornamenten
mit eingestreuten nackten Figuren. Kämpfende Männer,
Faune, Sirenen, phantastisch gestaltete Thiere u. dgl.
( 7 ° 6 .) •
Tafel XXXVI.
Bruststück von dem Prunkharnische des Kaisers
Rudolf II. Als ein weiteres Detail dieses Kunstwerkes
bringen wir hier das Bruststück desselben. Die Haupt¬
figur der ebenso meisterhaft entworfenen als originell
aufgefassten Composition bildet der ruhende Herkules,
über selbem erblickt man zwei sitzende Genien mit
Fackeln in den Händen, an eine Ara gelehnt; vor selbem
zwei betende Frauengestalten, sogar mit Rosenkränzen
in den Händen. Zu den Seiten der Mittelfigur finden
sich zwei liegende Rinder, unterhalb ein Krieger und eine
weibliche Gestalt sitzend. Am Unterrande zeigen sich
zwei Löwen, zu deren Seiten, und zwar rechts, ist die
Kampfscene des Heros mit dem Cerberus, links mit
der lernäischen Hydra dargestellt. Beachtenswerth sind
auch die Geschübe der Bauchreifen und der Schösse,
von welchen erst jede zweite Folgenschiene die gleiche
Composition erkennen lässt. (706.)
Tafel XXXVII.
Rückenstück von dem Prunkharnische des
Kaisers Rudolf II. Fast noch meisterhafter erscheint
uns die Composition der decorativen Ausstattung des
Rückenstückes. Als Hauptfigur erscheint hier Herkules
mit den Säulen, darüber eine sitzende Jungfrau mit
Fahnen in den Händen, einen Fruchtkorb auf dem
Haupte, daneben zwei Löwen. Unterhalb erblickt man
links Herkules mit dem nemäischen Löwen ringend,
rechts den Heros im Kampfe mit dem kretensischen
Stier. Die sämmtlichen Figuren sind in den Details
von ausgezeichnet correcter Durchbildung. (706.)
Tafel XXXVIII.
1. Ganzer Harnisch. Derselbe ist aus grau ge¬
färbtem Eisen und in allen Theilen seiner Oberfläche
gleichmässig mit äusserst feinen Laubzügen in seichte’*
Gold- und Silbertausia bedeckt. Der geschlossene HeYi
besitzt ein fein gelochtes Visir, die Achseln sind ge¬
schoben , die rechte Armhöhle deckt eine Schwebe¬
scheibe. Die Handschuhe besitzen hohe, ungeschweift
laufende Stulpen. Die auffallend kurze Brust mit tief¬
sitzendem Gansbauch und hochgestellten Rüsthaken
hat zwei Bauchreifen angeschoben, an welche die
viermal geschobenen Beintaschen geschnallt sind. Die
Diechlinge sind zu verkürzen, die Schuhe haben die
natürliche Fussform.
Der Harnisch, von ungefähr 1590 datirend, ist
nicht von deutscher, sondern vermuthlich nieder¬
ländischer Arbeit. Seine Auszierung musste im Zustande
der Neuheit einen ungemein reichen und vornehmen
Eindruck gemacht haben. Jetzt sind die Einlagen theils
ausgefallen und der restliche Theil so stark patinirt,
dass sie nur in der Nähe betrachtet bemerkbar werden.
( 745 -)
2. Ganzer Feldharnisch des Galeazzo Fregoso,
Grafen von Mureto. Derselbe ist geschwärzt und mit
schmalen vergoldeten Streifen geziert. Die Vorstösse
aus braunem Sammt haben sich noch erhalten. Der
geschlossene Helm mit mässigem Kamm besitzt ein
nur rechterseits rosettenförmig gelochtes Visir. Die
Achseln haben steife Flüge. Die Stulpen der Hand¬
schuhe laufen geschweift aus. Die Brust mit tiefem
Gansbauch trägt einen tief angesetzten Rüsthaken. Auf
selbem ist eine Halskette mit daran hängendem Me¬
daillon mit dem Bilde des heiligen Michael in ver¬
goldeter Aetzung dargestellt. An der linken Seite zeigen
sich zwei Kugelmale von Probeschüssen. Die an den
Bauchreifen geschnallten Beintaschen sind sechsmal
geschoben. Die Diechlinge sind zu verkürzen. Die Bein¬
röhren decken nur die Aussenseiten. Zugehörige Panzer¬
schuhe fehlen.
Der Harnisch, von etwa 1575 datirend, trägt un¬
geachtet seiner Einfachheit den Typus der Mailänder
Plattnerschule an sich, wenn er auch, wie zu ver-
muthen, in Frankreich erzeugt wurde.
Galeazzo Fregoso ist 1532 geboren. Er diente im
französischen Heere und zeichnete sich wiederholt,
besonders bei der Belagerung des Hafens La Rochelle
aus. Galeazzo starb 1612. (666.)
Tafel XXXIX.
1. Halber Prunkharnisch mit Rundschild. Der¬
selbe ist von reicher getriebener Arbeit und in seichter
Goldtausia von feiner Zeichnung geziert. Auf der
Schützenhaube ist vorne eine Blattkrone von zwei
Putti getragen dargestellt. Die Achseln besitzen steife
Flüge, Handschuhe sind nicht vorhanden. Auf der
kurzen Brust erblickt man in einer von Engeln ge¬
tragenen Cartouche einen Feldherrn, dem von einem
Putto eine Krone entgegengetragen wird. Zwischen den
Strichen erscheinen Kriegergestalten und Trophäen.
An die Bauchreifen sind steife Beintaschen geschnallt.
Der Schild ist kreisrund, schwach gewölbt und
seine Auszierung mit Bandornamenten gleicht ganz
jener des Harnisches. In der Cartouche, in der Mitte,
ist Neptun in einem von Seepferden gezogenen Wagen,
einen König führend, dargestellt. Rings um diese Scene
erscheinen Kriegergestalten, dazwischen Trophäen
und Fruchtgewinde. Am Aussenrande zeigen sich die
Gestalten der Venus, des Mars, der Diana und des
Mercur zwischen Genien, Trophäen und Fruchtge¬
winden.
Der überaus schöne und effectvoll wirkende, von
ungefähr 1580 datirende Harnisch zeigt ganz den
späteren Stil des Lucio Piccinino in Mailand. Die
Erinnerung an seinen ursprünglichen Eigentümer ist
verloren gegangen, doch weisen die Embleme deutlich
auf einen Monarchen hin, der eine hervorragende
Thätigkeit im Seekriege entwickelte. Vielleicht gehörte
er einem der am Siege bei Lepanto 1571 betheiligten
Fürsten. (749.)
2. Halber Prunkharnisch mit Rundschild. Dieser
ausgezeichnet schöne Harnisch ist in seiner ganzen
Oberfläche mit originell erfundenen Ornamenten in
Gold- und Silbertausia in dichter Anordnung geziert.
Zwischen den Blattornamenten sind Vogelgestalten
eingestreut. An hervortretenden Stellen erscheinen
Städtedarstellungen in Cartouchen. An vielen Stellen
finden sich Reste einer Perlenzier in aufgeschlagener
Silbertausia. Die Sturmhaube besitzt einen hohen Kamm
mit aus dem Stück getriebenem Sehschirm. Die Achseln
haben steife Flüge, die Handschuhe besitzen geschweifte,
in die Spitze geschnittene Stulpen. An die Brust mit
Grat und tiefsitzendem Gansbauch sind die zehnmal
geschobenen Beintaschen geschnallt. Der Schild ist
kreisrund und in scharfe Spitze getrieben.
Der Harnisch, von etwa 1580 datirend, ist unver¬
kennbar* Venetianer Arbeit. Der Stil der Ornamente
weist auf Damianus de Neron in Venedig. Der ursprüng¬
liche Eigenthümer ist in Vergessenheit gerathen. Das
häufige Auftreten des Hahnes unter den Vogelgestalten
lässt als solchen einen italienischen Edelmann ver-
muthen. (712.)
Tafel XL.
Zwei Rossstirnen, zu Prachtausrüstungen des
Erzherzogs Ferdinand von Tirol gehörend. Der prunk¬
liebende Erzherzog hatte um 1570 zur Benützung für
seine Hofherren bei festlichen Aufzügen fünf reiche
Ausrüstungen für Mann und Ross in Italien, zweifellos
in Mailand, gekauft. Sie unterscheiden sich durch die
Grundfarben: roth, gelb, blau, schwarz und aschgrau.
Wenn auch durchwegs von ausgezeichneter Zeichnung
und Ausführung, stehen doch nicht alle auf derselben
künstlerischen Höhe.
i5
Wir bringen hier von den geschmackvollsten dieser
Festcostüme die beiden Rossstirnen. Dieselben sind in
getriebener Arbeit geziert, die Blätterornamente sind
vergoldet. Der Grund an den linksstehenden (698) ist
mit rother Oelfarbe bemalt, jener der rechtsstehenden
(703) silbervveiss gehalten. Die Beschläge, Feder¬
hülsen etc. sind in feinem Ornament in Gold tauschirt.
Die Rossstirnen mit der ersten Kanzfolge ausgestattet,
besitzen halbe Ohrenbecher, schmale Augendächer und
sind am Nasenbein spitz zugeschnitten.
Die Arbeit dieser beiden Stücke weist auf die
Werkstätte des Lucio Piccinino in Mailand. Von sämmt-
lichen dieser Ausrüstungen sind in den Sammlungen
des Allerhöchsten Kaiserhauses noch gleichzeitige
Abbildungen in Aquarell gemalt vorhanden. 1 )
Tafel XLI.
Sturmhaube und Rundschild. Beide sind mit ge¬
triebenen und vergoldeten Arabesken auf versilbertem
Grunde geziert. In selben bildet die Hauptfigur ein
Mascaron, von welchem aus die Blatt- und Band¬
ornamente auslaufen. Die kräftige Zeichnung entspricht
dem Gegenstände und erreicht vollkommen die be¬
absichtigte Wirkung. Italienisch, vielleicht venetianisch,
um 1590. (681.)
Tafel XL1I.
1. Trabantenharnisch. Derselbe ist blank und in
seiner ganzen Oberfläche dicht mit figuralen Dar¬
stellungen, Wappen, Trophäen etc. in Schwarzätzung
bedeckt. Auf der Sturmhaube erblickt man einerseits
den heiligen Georg, anderseits die heilige Jungfrau,
umgeben von Harpyen. Auf dem Kragen finden sich
die Buchstaben H * B eingestempelt. Die Brust trägt
im Mittelfelde den Doppeladler mit einem Wappen,
in welchem der Nürnberger Jungfrauenadler erkennbar
ist, belegt mit dem österreichisch-burgundischen Schild.
Daneben sind allegorische Figuren: die Stärke und
die Gerechtigkeit im barocken Stile des XVII. Jahr¬
hunderts ersichtlich, oberhalb eine Reihe Krieger¬
figuren, unterhalb Trophäen. Auf dem Rücken erblickt
man biblische Scenen. Die Schösse zu diesem Harnische
sind abgängig.
Der Harnisch nimmt das Interesse durch seine
Auszierung in Anspruch, in der der Stilcharakter der
Barocke in den ersten Jahrzehnten des XVII. Jahr¬
hunderts scharf ausgeprägt erscheint. Er dürfte einem
der reisigen Diener der Burghauptmannschaft Nürnberg
angehört haben. (759.)
2. Halber Prunkharnisch, dem Grafen Adolf
Schwarzenberg zugeschrieben. Derselbe ist mit Strichen
und dazwischen angeordneten figuralen Darstellungen,
Trophäen u. dgl. in Hochätzung verziert und reich
vergoldet. Der geschlossene Helm ohne Kamm besitzt
ein mit dem Sehschirm aufschlächtiges gespaltenes
Visir. Die Achseln haben steife Flüge, die Handschuhe
kurze geschweifte Stulpen. Auf der Brust mit tief¬
sitzendem Gansbauch und ohne Rüsthaken finden sich
allegorische Scenen zwischen Trophäen, an selbe sind
die sechsmal geschobenen Beintaschen geschnallt.
Der Harnisch, welcher einen reichen und vor¬
nehmen Eindruck macht, ist mailändisches Erzeugniss.
Auf einem zweiten ganz gleich ausgestatteten Harnisch
der Sammlung, der auch mit dem vorstehenden eine
Garnitur bildet, findet sich das Wort POMPE, das ist
die Signatur des Hofplattners des Königs Philipp III.
von Spanien, Pompeo della Chiesa in Mailand, dessen
Thätigkeit von 1585 —1593 sichergestellt ist und der
auch mit dem anderwärts unter dem Namen Pompeo
Turcone in Mailand Genannten identisch sein dürfte.
Dass der vorstehende Harnisch dem Grafen Adolf
Schwarzenberg angehört habe, beruht lediglich auf
einer Sammlungstradition. Graf Adolf ist 1547 geboren;
er kämpfte in den Niederlanden und in der katholischen
Liga gegen die Hugenotten. Seine herrlichsten Lor¬
beeren erwarb er sich im Kriege gegen die Türken,
vor Allem durch die Wiedereroberung der Festung
Raab 1598. Er fiel im Kampfe bei Papa 1600 und
wurde zu Wien bei den Augustinern bestattet. Möglich,
dass der Harnisch bei dem von Kaiser Rudolf II. über¬
aus prunkvoll ausgestatteten Leichenbegängnisse ge¬
braucht und dann der kaiserlichen Waffensammlung
übergeben worden ist. (856.)
Tafel XLU1.
Degen mit in Eisen geschnittenem Griffe. Der
elegant geformte Griff zählt in seinem Entwürfe' wie
in seiner Ausführung zu den schönsten Leistungen
in der Eisenschneidekunst. Am Knaufe wie am Mittel¬
eisen bildet das Motiv der Darstellungen die Mythe
des Herkules in meisterhaften Reliefs voll Grazie und
Lebendigkeit in der Bewegung der Figuren. Am
Griffbügel erscheinen nackte Jungfrauengestalten von
ausgezeichneter Durchführung. Die hier nicht zuge¬
hörige Klinge ist von dem jüngeren Hortuno de Aguirre.
Der Meister des etwa um 1650 gefertigten Griffes ist
leider noch unbekannt geblieben. Wir bringen dieses
hervorragende Kunstwerk von zwei Seiten zur Ansicht.
(805.)
i) Jahrbuch der kunsthistorischen Sammlungen, Band VII.
Boeheim W., Regesten aus der k. k. Hofbibliothek. Reg. 5440.
i6
Tafel XLIV.
Prunkdegea des Kaisers Karl V. Im I. Bande,
Tafel XX, haben wir eine Abbildung dieses unver¬
gleichlichen Werkes italienischer Goldschmiedekunst
in kleinem Massstabe gebracht; in Ansehung der Be¬
deutung dieses herrlichen Stückes haben wir uns ver¬
anlasst gesehen, dasselbe in nahezu gleicher Grösse
mit dem Originale vor Augen zu legen.
Was das Kunstwerk vor allen anderen Werken der
Goldschmiedekunst hervorhebt, liegt nicht allein in der
schönen Composition, dem edlen Metalle oder der un¬
übertrefflichen Schnitttechnik, sondern auch in der
meisterhaften Benützung des coloristischen Elementes
in der Anordnung des opaken und transluciden Emails,
dessen Wirkung hier leider nicht vollkommen wieder¬
gegeben werden kann. Immerhin lässt sich das opake
Email in Weiss erkennen.
Der leider noch unbekannte Meister ist von ver¬
schiedenen Ornamentistenschulen Italiens in etwas
beeinflusst. In den figuralen Beigaben, dem Pflanzen¬
ornament, nähert er sich der Florentiner, in den
aus dem Stamm sich entwickelnden Arabesken in den
Füllungen der römischen Schule der Nachraphaelisten,
während er in den Draperien und bruchtgewinden
ersichtlich von Oberitalien und nicht zum Wenigsten
von Mailand beeinflusst ist. Die Anfertigung ist um
1550 zu schätzen. Die Zuschreibung an den Kaiser
Karl V. beruht nur auf einer Tradition. (379.)
Tafel XLV.
1. Jagdflinte. Wir bringen hier einige auserlesene
Stücke der französischen oder doch von Frankreich
beeinflussten Arquebuserie des XVII. und XVIII. Jahr¬
hunderts mit ihrer reichen und wirksamen Decoration im
Eisenschnitt und der Einlegetechnik. In Nr. 1 erblicken
wir eine Flinte des berühmten Büchsenmachers Chasteau
in Paris von c. 1710. Der Lauf ist theils mit geschmttenen
Arabesken auf vergoldetem Grunde, theils mit Gold-
tausia und Gravirungen geziert. Unter den Ornamenten
ist der ruhende Herkules dargestellt. Das Schloss ist
in feinem Eisenschnitt decorirt. Der lichte Fladei-
schaft ist netzartig mit Einlagen in Silber geziert,
welche gravirt sind. In den Schlingornamenten finden
sich Phantasiefiguren, Engel u. dgl. eingestreut. (882.)
2. Zunächst unterhalb erblicken wir eine Jagd¬
pistole, mit Flintenschloss eines deutschen Meisters,
des Caspar Zellner, der in Wien und Stein bei Krems
in Niederösterreich thätig, von 1680— 173 ° für den
kaiserlichen und den sächsischen Hof überaus stark
beschäftigt war. Der Lauf ist gebläut und trägt in Gold
tauschirt den Namen des Meisters. Aut der Schloss¬
platte ist in Gravirung eine Schlachtscene dargestellt.
Der Schaft aus Nussbaumholz ist geschnitzt und mit
reichciselirten Beschlägen und Fadeneinlagen in Silber
ausgestattet. (864.)
3. Jagdpistole mit Flintenschloss und Schnapp¬
hahnbatterie des berühmten Büchsenmachers Armand
Bongarde in Düsseldorf, von welchem Meister wir ein
ausgezeichnetes Werk in einer Jagdflinte des Herzogs
Karl Leopold V. von Lothringen im I. Bande,
Tafel XXXIX, abgebildet und beschrieben haben. Der
gebläute Lauf ist mit Arabesken in Relief geziert,
welche vergoldet sind. Oberhalb liest man den Namen
des Meisters. Auch das Schloss ist mit Reliefs aus¬
gestattet, mit welchen Mars von Löwen gezogen und
Trophäen dargestellt erscheinen. Der Schalt ist reich
mit Silber eingelegt: Arabesken mit eingestreuten Thier¬
figuren.
Auch diese Pistole dürfte 1678 als Geschenk des
erwähnten Herzogs an den Kaiser Leopold I. gekommen
sein. (881.)
4. Jagdflinte des Kaisers Karl VI., gefertigt von
Gruche in Paris. Der Lauf und das Schloss sind in
Eisen geschnitten, theilweise vergoldet, und sind mit
selben schwungvoll gezeichnete Arabesken mit alle¬
gorischen Figuren und Trophäen dargestellt. Der Schaft
aus Nussbaumholz ist dicht mit Einlagen von gravirtem
Silber bedeckt. Zwischen dem geschwungenen Laub¬
ornamente finden sich Kampf- und Triumphscenen,
Genien, Gefangene, Trophäen eingestreut. Unterhalb
der Schwanzschraube erblickt man das Brustbild
Karls VI. (832.)
Tafel XLVL
1. Jagdtasche für die Falkenspeise. Das reich ver¬
zierte Beschläge ist in Messing gegossen, ciselirt und
weist noch Spuren einstiger Vergoldung auf. Mit selbem
ist gothische Architektur mit zahlreichen Bilderstuhl¬
dächern und Fialen dargestellt. Dazwischen finden sich
Kriechthiere und in den Feldern beiderseits ruhende
Löwen in Relief, welche zweifelsohne auf Brabant zu
beziehen sind. Die Tasche selbst ist von einfachem
Sämischleder mit Besätzen und Troddeln von gleichem
Stoffe. Die Tasche, von etwa 1450 datirend, stammt
aus dem Besitze des Kaisers Maximilian I. und ist
sicher von burgundischer Arbeit. (13.)
2. Federspiel zur Falkenjagd,sogenanntes »Falken¬
luder«. Der Sack besteht aus rother Seide mit soutachirten
Arabesken aus feinen Goldschnüren geziert und mit
Seidenfransen und solchen Schnüren berandet. Die
anhangenden Schnüre aus Gold- und Seidenfäden ge¬
dreht, dienten zum Anbinden von Fleischstückchen.
So wurde das Federspiel mittelst der Schwingschnur
*7
in die Luft geschwungen, um das Thier vor dem Ver¬
fliegen zu bewahren und herabzulocken. Sowohl von
der Springschnur als von der Füllung aus Schwanen¬
federn sind noch Reste vorhanden.
Der Gegenstand, aus dem Besitze des Kaisers
Maximilian I. stammend, scheint italienischer Herkunft
zu sein. In den Arabesken ist der Einfluss der
Renaissance deutlich erkennbar. Um 1500. (10.)
Tafel XLVII.
Säule einer deutschen Jagdarmbrust. Wir haben
diese reich gezierte Säule bereits im I. Bande,
Tafel XL, 5, in Abbildung gebracht. Die ebenso vor¬
trefflich gezeichneten als charakteristischen Einlagen
von Elfenbein in Nussbaumholz veranlassen uns, die¬
selbe von beiden Seiten dargestellt in etwa halber
Grösse des Originales zu dem Zwecke vor Augen
zu stellen, um die Einzelnheiten besser zu unter¬
scheiden.
An der inneren Seite erblicken wir von rückwärts
gegen vorne gesehen die bewegte Scene einer im
vollen Zuge befindlichen Eberjagd mit laufenden
Jägern und Hunden. Dieser folgt die Darstellung eines
mit einer Handbüchse auf ein Eichhörnchen zielenden
Jägers. Den Beschluss macht eine Hetzjagd auf
Schweine und Hasen. Auf der äusseren Seite erblickt man
eine Jagd auf einen Bären vor dem Anrennen. Dieser
Scene folgt das Zusammenbrechen eines Hirsches in
der Hetzjagd mit reitenden und Jägern zu Fuss mit
ihren Hunden. Die Schlussscene bildet eine Bärenhetze
im Augenblicke des Anrennens. (150.)
Tafel XLVIII.
1. Büchse mit Radschloss. Der Lauf wie das
gravirte Schloss sind blank gehalten. Der Schaft besitzt
überaus feine Einlagen in FJfenbein, der Grund besteht
in einer schwarzen Asphaltmasse. Unter den einge-
/, streuten figuralen Darstellungen erblickt man Reiter¬
gestalten, eine Gastmahlscene, Phantasiefiguren, Thiere
in der Art des Francis Floris. Auf dem Kolbenschuber
ist in schwarz eingeriebener Gravirung auf Elfenbein
ein Gefecht zwischen polnischen Reitern und deutschen
Arkebusieren dargestellt. Dabei das Monogramm FL'F.
Diese Büchse gleicht vollständig jener, welche wir
im I. Bande, Tafel XLII, 3, abgebildet und Seite 23
beschrieben haben, nur die Zeichnung der Ornamente
ist eine verschiedene. Beide Büchsen gehören offenbar
zusammen und sind wahrscheinlich um 1665 als Ge¬
schenk des Königs Sigmund III. von Polen an den
kaiserlichen Hof gelangt.
Ueber den Meister Hans Lange in Gotha haben
wir an oberwähnter Stelle die nöthigen Daten ge¬
bracht. (37.)
2. Büchse mit Radschloss. Der gezogene Lauf
wie das Schloss mit zwei Hähnen zeigen Schnittarbeit
von unvergleichlich schöner Zeichnung und Ausführung.
Der Grund ist vergoldet. Die Raddecke ist durch¬
brochen gearbeitet, die Hähne stellen phantastische
Thierfiguren dar. Der Schaft mit deutschem Kolben
ist durchaus mit Elfenbein belegt, welches mit ein¬
fachen aber geschmackvoll entworfenen Einlagen in
schwarzem Bein ausgestattet ist. Schäftermarke PB.
So wirksam auch die Ausstattung des Schaftes ist,
sie wird von der Leistung des Eisenschneiders weit
übertroffen. Es ist dieselbe Meisterhand, welche auch
die Metallzier an der herrlich schönen Radschloss-
biichse Kaiser Rudolfs II. ausgeführt hat, welche wir
im I. Bande dieses Albums, Tafel XLIII, 2, abgebildet
und Seite 24 beschrieben haben. (56.)
3. Radschlossbüchse des Erzherzogs Karl von
Steiermark. Der Lauf wie die unverzierte Schloss¬
platte sind gebläut, ersterer trägt die Chiffre HS,
letztere die Nürnberger Marke. Ungleich reicher und
kunstvoller ist der Schaft mit überaus schönen und
originell aufgefassten eingelegten Verzierungen in Elfen¬
bein ausgestattet, von welchen wir hier die interessantere,
die »Anschlagseite« in Abbildung bringen. Die An¬
ordnung der Ornamente ist aus dem Bilde ersichtlich.
In den Cartouchen erblickt man Städteansichten,
Triumphscenen, umgeben von Genien, Jagdthieren in
vorzüglicher Zeichnung. Auf dem mit Elfenbein belegten
Kolbenschuh ist das vollständige Wappen des Erz¬
herzogs eingravirt.
Erzherzog Karl, der dritte Sohn KaiseiT r erdinands I.,
wurde 1540 geboren, trat nach dem Ableben seines
Vaters die Regierung Steiermarks an, stiftete 1580 die
Universität Graz, erwarb sich grosse Verdienste in der
Vertheidigung der habsburgischen Länder und starb
1590. (48.)
Tafel XL1X.
1. Büchse mit Radschloss. Lauf und Schloss sind
sehr einfach gehalten, ersterer ist blank und trägt die
Marke Z, letzteres, gebläut mit durchbrochener Rad¬
decke aus Messing, trägt auf der Platte die Chiffren
M*S. Von bewunderungswerther Ausstattung in ein¬
gelegter Arbeit ist dagegen der Schaft mit deutschem
Kolben aus Nussbaumholz. Die Zeichnung der Ara¬
besken in geschwungenen Linien im Verein mit Stift¬
technik ist überaus zart gehalten. Zwischen dem Or¬
nament finden sich Vögel und Jagdthiere eingestreut.
An der Anschlagseite am Kolben erblickt man einen
unblasonirten^Vappenschild, bedeckt von einer Fürsten¬
krone. Am Vorderschaft einen Wolf von Hunden ge¬
ll
i8
stellt. Am Kolbenschuh ist ein erzherzogliches Wappen
eingravirt. Deutsch, um 1630. (51.)
2. Büchse mit Radschloss. Der Lauf wie das
Schloss sind blank gehalten; ersterer hat die Chiffren
G- Z, darunter Z, eingeschlagen, letzteres mit gedecktem
Rade trägt auf der Platte den Stempel P * S. Eine
originelle Ausstattung besitzt der Schaft aus Ebenholz.
Er ist auf allen Flächen mit Elfenbein eingelegt, und
ist damit in correct gezeichneten zahlreichen Figuren
die Schöpfungsgeschichte dargestellt. Die Scenen be¬
ginnen an der Anschlagseite mit der Erschaffung der
Welt und setzen sich dort bis zum Einzuge der Thiere
in die Arche des Noah fort. Auf der äusseren Seite
des Kolbens folgen sodann die weiteren Scenen bis
zu dem Opfer Jacobs. Auf dem Kolbenschuh ist
das Wappen des Erzbisthums Salzburg eingravirt.
Zunächst der Schwanzschraube erblickt man die
Schäftermarke D*L, dabei eine heraldische Lilie.
In der kaiserlichen Waffensammlung befinden sich
mehrere Jagdgewehre, welche Merkmale des Besitzes
Salzburger Erzbischöfe an sich tragen. Es scheint
demnach, dass bei der Uebernahme des Salzkammer¬
gutes auch zurückgelassene Kunstgegenstände des
letzten souveränen Kirchenfürsten mit übernommen
wurden, wenn solche nicht schon früher bei einer
der wiederholten Besetzungen des Landes in Sicher¬
heit gebracht worden waren und später in kaiserlichen
Besitz geblieben sind. Deutsch, um 1660. (36.)
3. Büchse mit Radschloss. Der Lauf wie das
Radschloss sind meisterhaft geschnitten. Die schönen
Arabesken auf Goldgrund erweisen unverkennbar die¬
selbe Meisterhand, welche die Metallzier an der Büchse
des Kaisers Rudolf II. mit den Emails von David
Altenstetter, Band I, Tafel XLIII, 2, und jene an der
Büchse 2 der vorigen Tafel ausgeführt hatte. Der
Schaft mit deutschem Kolben aus Nussbaumholz ist
mit ungemein feinen Einlagen in Elfenbein in Ver¬
bindung mit Stifttechnik geziert. In Cartouchen erblickt
man gut gezeichnete Scenen aus der Mythologie in
Kupferstichmanier ausgeführt: Jupiter, Diana, Syrinx,
Sphinx etc. Auf der Anschlagseite erblickt man die
Entführung der Europa, darunter die Inschrift: »Juppiter
ad thalamum rapturus Agenore natam induit egregi
candida membra bouis.« Am Vorderschafte ist Diana
mit Endymion ersichtlich. Die Schäftermarke H * B
dürfte dem Augsburger Hans Bezold angehören. Um
1610. (62.)
Tafel L.
1. Tschinke mit Radschloss. Der gezogene kantige
Lauf ist gebläut und mit gepunzten roh gezeichneten
Verzierungen ausgestattet, welche vergoldet sind. Das
Radschloss hat bei geringer Schaftstärke insoferne eine
andere Zusammensetzung, als der gesammte Mechanis¬
mus an die Aussenseite der schmalen und langen Schloss¬
platte verlegt ist. Es ist gebläut, nur die Raddecke
mit den Federdecken und dem Stege sind aus Kupfer
und vergoldet. Der eigentümlich geformte zierliche
Schaft ist aus Nussbaumholz, mit feinen Einlagen von
Elfenbein, Hirschhorn und Perlmutter im Faden¬
ornament in Verbindung mit Stifttechnik geziert;
zwischen dem Ornament finden sich Sirenen und
naturalistische wie phantastische Thiergestalten ein¬
gestreut. Der Stil der Ornamente ist etwas urwüchsig
und weist auf einen nordslavischen Ursprung. An der
Anschlagseite des Kolbens findet sich ein Medaillon
mit einer Einlage von Perlmutter aus späterer Zeit.
Auf den Kolbenschuh von Elfenbein ist ein Storch
gravirt, dabei erblickt man die Schäftermarke I * K.
Die Tschinken oder Teschinkas, auch kurländische
Gewehre genannt, weisen in ihrem Entstehen um die
Mitte des XVI. Jahrhunderts auf den Norden Europas
und dienten bei der Vogeljagd. Später wurden sie auch
in Mitteleuropa beliebt und deren viele in Augsburg
und Nürnberg erzeugt. Besonders schöne derlei
Tschinken, angeblich mit holländischen Läufen, er¬
zeugte der Nürnberger Meister Augustin Kotter, genannt
Sparr, um 1619 und bis c. 1635. (97.)
2. Jagdflinte. Der gezogene kantige Lauf ist ge¬
bläut und rückwärts mit feinem Fadenornament in
Silbertausia geziert. Auf der Schlossplatte sind Jagd-
scenen in Relief in geschnittener Arbeit dargestellt.
Nächst der Batteriefeder liest man den Namen des
berühmten Büchsenmachers L. Becher in Karlsbad.
Der etwas schwere Schaft aus Nussbaumholz mit
französischem Kolben ist vorne geschnitzt, am Kolben
aber mit feinem Fadenornament verziert, zwischen
welchen Jägergestalten, Hirsche, Hunde u. dgl. ein¬
gestreut erscheinen. Der Kolbenschuh und der Schuber
sind mit Silber belegt, welche Reliefs enthalten. Auf
letzterem ist eine Hirschjagd zu Pferde in guter
Zeichnung dargestellt. Um 1720. (171.)
3. Büchse mit Radschloss. Der glatte mit einigen
roh geschnittenen Verzierungen ausgestattete Lauf
trägt noch Spuren einer einstigen Vergoldung; er hat
den Augsburger Stempel eingeschlagen. Das Rad liegt
offen. Der Schaft mit deutschem Kolben ist von Eben¬
holz und reich mit etwas derb gezeichneten figuralen
Einlagen ausgestattet. Diese bieten theils Allegorien,
Gestalten der Mythologie, wie biblische Darstellungen
und Jagdscenen im bunten Durcheinander. So erblickt
man an der Anschlagseite Pomona auf einem von
Pferden gezogenen Wagen, am Vorderschaft die Er¬
schaffung der Eva, den Sündenfall und die Vertreibung
aus dem Paradiese, endlich Jagdthiere. Um 1570. (31.)
REGISTER
I. Allgemeines.
Alphons V., König von Portugal, II, 2.
Alfonso II. d’Este, Herzog, XIII, 1. XXXII, 2.
Barbarigo Agostino, Befehlshaber, XXXII, 1.
Bäthory Stefan, König, XXIII, 1.
Bentivoglio Cornelio, Feldhauptmann, XIII, 1.
XXXII, 2.
Carlos Don, Erzherzog, XI, 2.
Christof, Herzog von Würtemberg, VIII, 1.
Doria Andrea, Herzog, XXII, 2.
Doria Giannettino, Admiral, XXV, 2.
Embs, Jacob von, zu der hohen Embs, Feld¬
oberst, III, 1.
Farnese Alessandro, Herzog von Parma,
IX, 2. XXIX. XXX. XXXI. XXXIV.
Ferdinand 1 ., Kaiser, XI, 1. XIV. XXII, 1.
XLVni, 3-
Ferdinand von Tirol, Erzherzog, VIII, 1.
XII, 1. XIX, 1, 2, 3. XXIV. XXVI. XXVII, j
1, 2. XL.
Ferdinand V., der Katholische, König von
Arragonien, II, 2. VI, 2.
Fieschi Giov. Luigi, Graf von Lavagna,
Volksanführer, XXV, 2.
Fregoso Galeazzo, Graf, Feldhauptmann,
XXXVIII, 2.
Frundsberg, Georg von, Feldhauptmann,
XIII, 2. XVII, 3-
Gonzaga, Anna Katharina, Erzherzogin,
XIX, 1. I
Gonzaga, Carlo, Graf von Gazzuolo, XXXII.
Gonzaga Vespasiano, Herzog, XXXII, 2.
Gonzaga Wilhelm, Herzog, XXVIII, 1.
Heinrich VlI. zu Meissen, Burggraf, XIX, 2.
Heinrich VIII., König von England, III, 2.
Isabel la, Königin von Castilien und Leon, II, 2.
Johann von Brabant, Herzog, VII.
Johanna, Königin von Castilien, VI, 2.
Julius II., Papst, III, 1. XVII, 2.
Karl V., Kaiser, VIII, 1. XII, 1. XIII, 2.
XVI. XVII, 1. XVIII, 1, 3. XXI. XXXII, 1.
XLIV.
Karl VI., Kaiser, XLV, 4.
Karl von Steiermark, Erzherzog, XIX, 2.
XLVIII, 2.
Karl Leopold V. von Lothringen, Herzog,
XLV, 3.
Katharina, Erzherzogin, XXIV.
Leopold I., Kaiser, XLV, 3.
Ludwig XI., König von Frankreich, XXI.
Maria von Burgund, Herzogin, VI, 2.
Maximilian I , Kaiser, III, 2. IV, 2. V. VI,
2, 3. IX, 1. XIII, 2. XLVI, 1, 2.
Maximilian II., Kaiser, XXIII, 2. XXVIII, 1.
Medici Gian Giacomo, Markgraf, XXI.
Medici Cosimo von, Herzog, XXII, 2.
Moll Thomas Ritter, XVII, 3.
Moriz von Sachsen, Churfürst, XIX, 1.
Mula da, Patricierfamilie, XV, 1.
Otto Heinrich, Pfalzgraf am Rhein, VIII, 2.
Paul IV., Papst, XXII, 2. XXXII, 2.
Philipp I., der Schöne, König von Castilien,
VI, 2. XVII, 2.
Philipp II., König von Spanien, XI, 2. XII, 1.
Rudolf II., Kaiser, XXXV. XXXVI. XXXVII.
XLII, 2. XLVIII, 2. XLIX, 2.
Ruprecht, Pfalzgraf bei Rhein. X, 2.
San Severino, Roberto von, Graf von Ga-
jazzo, Heerführer, II, 1.
Schertlin von Burtenbach, Sebastian, Gross¬
marschall, XII, 2.
Schwarzenberg, Adolf Graf, Feldhaupt¬
mann, XLII, 2.
Schwendi Lazarus, Freiherr von Hohen-
landsberg, Feldhauptmann, X, 1.
Selim II., Sultan, XXV, 1.
Sigmund III., König von Polen, XLVIII, 1.
Sigismund von Tirol, Erzherzog, II, 1. IV, 1.
Torghud Reis, Corsarenführer, XXV, 2.
Ursini Paolo Giordano, Herzog, XXII, 2.
Venieri Sebastiano, Doge, XXV, 1.
II. Meister.
Altenstetter David, Emailleur, XLIX, 3.
Antanni Matinni, Klingenschmied, XVIII, 1.
Bezold Hans, Schäfter, XLIX, 3.
Bongarde Armand, Büchsenmacher, XLV, 3.
Bry Theodor de, Maler, I.
Chasteau, Büchsenmacher, XLV, 1.
Chiesa, Pompeo della, Plattner, XXII, 2.
Colman Desiderius, Plattner, XVI.
Colman Koloman, Plattner, XII, 1.
Ducerceau Jacques, Architekt, I.
Fideli, Ercole de, Klingenschmied, Graveur,
VI, 4. XVII, 2. XVIII, 2.
Floris Francis, Maler, I. XLVIII, 1.
Ghisi Giorgio, Maler, XXV, 2. XXXII, 1.
Gruche, Büchsenmacher, XLV, 4.
Jamnitzer die, Goldschmiedfamilie, XXVI.
XXVII, 1, 2.
Jamnitzer Wenzel, Goldschmied, XXVI.
Jamnitzer Christoph, Goldschmied, XXVI.
Kotter Augustin, Büchsenmacher, L, 1.
Lange Hans, Maler, XLVIII, 1.
Leu ca Cantona Catarina, Kunststickerin,
XXIV.
Missaglia Antonio da, Plattner, II, 1.
Neron Damianus de, Tausiator, XXXIX, 2.
Piccinino Lucio, Tausiator. Treibarbeiter,
IX, 2. XXIX. XXX. XXXI. XXXIX, I. XL.
Reinhart Hans, Medailleur, XIX, 1.
Romero Antonio, Plattner, XIII, 1. XV, 2.
XXXII, 2.
Seusenhofer Jörg, Plattner, XI, 1. XXII, 1.
Seusenhofer Konrad, Plattner, III, 2.
Worms Wilhelm von, der Jüngere, Plattner,
XI, 2.
Zellner Kaspar. Büchsenmacher, XLV, 2.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFENSAMMLUNG.
Ansicht des Saales XXXVI der Waffensammlung.
I.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. und k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFEN SAMMLUNG.
i. Feldharnisch des Roberto von San Severino, von c. 1480.
2. Feldharnisch Ferdinands V. des Katholischen Königs von Arragonien, von c. 1470.
II.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
*
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES
Sturmhaube und Korazin des Jakob von Embs, von c. 1500.
. Halber Feldharnisch des Kaisers Maximilian I., von 15 1 2.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFENSAMMLUNG.
i. Langer einschneidiger Dolch, von c. 1470.
2. Dolchmesser, von c. 1508.
IV.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES
WAFFENSAMMLUNG.
Rundschild des Königs Maximilian I., von c. 1500.
V.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien,
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
i. Ceremonienschwert des Rectors der Republik Ragusa, von c. 1480. — 2. Reiterschwert Philipps I., Königs
von Castilien, von c. 1500. — 3. Reiterschwert des Kaisers Maximilian L, von c 1493. — 4. Reiterschwert
von c. 1490.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFENSAMMLUNG.
r. und 2. Sattel mit Belag aus Elfenbein. XV. Jahrhundert.
VII.
Photographie und Lichtdruck vop J. LÖwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotogrnph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES
WAFFENSAMMLUNG.
i. Feldharnisch des Christof, Herzogs von Württemberg, von c. 1530.
2. Feldharnisch des Otto Heinrich Pfalzgrafen am Rhein, von 15 2 3 -
VIII.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien,
Verlag von J. LÖwy, k. u. k. Hofpholograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFEN SAMMLUNG.
1. Krippensattel, von c. 1500.
2. Prunksattel, von c. 1570.
IX.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k.
k. Hofphotograph, Wien.
.. ftp
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFENSAMMLUNCi.
i. Reiterharnisch des. Lazarus Schwendi, von c. 1560.
2. Feldharnisch des Ruprecht von der Pfalz, von c. 1502.
X
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES
WAFFEN SAMMLUNG.
i. Feldharnisch des Königs, nachmals Kaisers Ferdinand I., von 1537.
2. Feldharnisch mit Doppelbrust, von c. 1555.
XI.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES
WA P PEN S A M M L U N G.
i. Halber Feldharnisch des Kaisers Karl V., von c. 1520.
Landsknechtharnisch des Sebastian Schertlin von Burtenbach, von c. X 54 0-
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
Halber Prunkharnisch des Feldherrn Cornelio Bentivoglio, von c. 154°*
2. Halber Feldharnisch des Georg von Frundsberg, von c. 1515*
Pferderüstung eines Trabanten Ferdinands I., von c. 1550.
*
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFEN SAMMLUNG.
i. Morion aus der venetianischen Patricierfamilie da Mula, um i 55 °-
2. Morion, von c. 1560.
XV.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J Löwy, k. u. k. Hofphotogr ph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFEN SAMMLUNG.
Deutsche Sturmhaube des Kaisers Karl V., von c. 1550.
XVI.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Lowy, k. u. k. liofphotograph, Wien.
-- —, .. ....- -_„_
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
.c
Schwert des Kaisers Karl V., von 153°* — 2 « Schwert Philipps I. des Schönen, Königs von Castilien,
von c. 1500. — 3. Schwert des Georg von Frundsberg.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES
WAFFEN SAMMLUNG.
i. Haudegen, von c. 1535.
2. Ochsenzunge, von c. 1520. — 3. Haudegen des Kaisers Karl V.,
von c. 1530.
XVIII.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES
WAFFEN SAMMLUNG.
i. Faustrohr des Erzherzogs Ferdinand von Tirol, von 1555. — 2. Faustrohr des Burggrafen Heinrich VII.
des Jüngern von Meissen, von 1555. — 3. Dasselbe Faustrohr von der inneren oder Anschlagseite.
XIX.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, W.en.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
W A FFEN S AMMLUNG.
r. Faustrohr mit Radschloss, um 1540. — 2. Faustrohr mit Radschloss, um 1535 - — 3 - Kurzes Faustrohr
mit Radschloss und Hinterladeeinrichtung, 1580.
XX.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFEN SAMMLUNG.
Rundschild des Gian Giacomo von Medici, von c. 1530.
XXI.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFEN SAMMLUNG.
i. Ganzer Turnierharnisch, von c. 1540.
2. Ganzer Harnisch des Paolo Giordano Ursini, von c. 1580.
XXII.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WA F F E N S A M M L U N G.
Halber Prunkharnisch des Königs Stefan B&thory, von c. 1560.
2 . Landsknechtharnisch, von c. 1547*
XXIII. Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES,
WAFFENSAMMLUNG.
Innenseite eines Rundschildes des Erzherzogs Ferdinand von Tirol, um 1560.
XXIV.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien,
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
» • . . . *
*
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFENSAMMLUNG.
i. Halber Harnisch des Dogen von Venedig Sebastiano Venieri, von c. 1560.
2. Halber Harnisch des Gianettino Doria. Sturmhaube und Armzeuge, von c. 1540.
XXV.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograpb, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFENSAMMLUNG.
Ungarische Sturmhaube des Erzherzogs Ferdinand von Tirol. Deutsch, um 1555.
XXVI.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wie«.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFENSAMMLUNG.
1. Ungarischer Säbel des Erzherzogs Ferdinand von Tirol, um 1550.
2. Ungarischer Säbel des Erzherzogs Ferdinand von Tirol, um 1555.
XXVII.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFEN SAMMLUNG.
i. Sturmhaube, von c. 1560.
2. Innenseite eines Rundschildes, von c. 1580.
XXVIII.
FhOlographic und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy. k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES
WAFFENSAMMLUNG.
Bruststück von dem Prunkharnische des Alessandro Farnese, Herzogs von Parma, von c. 1570.
XXIX.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien,
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien,
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFEN SAMMLUNG.
Rückenstück von dem Prunkharnische des Alessandro Farnese, Herzogs von Parma, von c. 1570.
XXX.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien,
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
W AFFEN S A MMLUNG.
Geschlossener Helm von dem Prunkharnische des Alessandro Farnese, Herzogs von Parma, von c. 1570.
XXXI.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofpholograph, Wien.
*
KUNSTHISTÖR.ISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
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XXXIII.
Photographie und Lchtdruck von j. Läwy, Wien. Ver,a G von j. L6wy. k. u. k Hofphmngraph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFEN SAMMLUNG.
Sturmhaube und Rundschild des Alessandro Farnese, Herzogs von Parma, von c. 1570.
XXXIV.
Photographie und Lichtdruck von J. LÖwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFENSAMMLUNG.
Geschlossener Helm vom Prunkharnische des Kaisers Rudolf II., von c. 1590.
XXXV.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES
WAFFENSAMMLUNG.
Bruststück von dem Prunkharnische des Kaisers Rudolf II., von c. 1590.
XXXVI.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien,
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien,
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES
WAFFEN SAMMLUNG.
Rückenstück von dem Prunkharnische des Kaisers Rudolf II., von c. 1590.
XXXVII.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien,
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFENSAMMLUNG.
i. Ganzer Harnisch, von c. 1580.
2. Ganzer Feldharnisch des Galeazzo Fregoso, Grafen von Mureto, von c. 1575.
XXXVIII.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
WAFFEN SAMMLUNG.
i. und 2. Halbe Prunkharnische und Rundschilde, von c. 1580.
XXXIX.
Photographie und Lichtdruck von [. Löwy, Wien.
Verlag von J. Löwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
Zwei Rossstirnen zu Prachtausrüstungen des Erzherzogs Ferdinand von Tirol, von c. 1570.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES
WAFFENSAMMLUNG.
Sturmhaube und Rundschild, um c. 1590.
XLI.
Photographie und Lichtdruck von J. Löwy, Wien.
Verlag von J. LÖwy, k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES
i. Trabantenharnisch, von c. 1620.
. Prunkharnisch angeblich des Grafen Adolf von Schwarzenberg, von c. i 59 °*
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
Degen, von c. 1650. Vorder- und Rückseite,
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
XLIV.
Photographie und Lichtdruck von J T.fiwy, Wien. Vcrla E von J- L4w *' k - u - k Hofphotograph, Wien,
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
i. Jagdflinte, von c. 1710. — 2. Jagdpistole mit Flintenschloss, von c. 1700. — 3. Jagdpistole mit Flinten¬
schloss und Schnapphahnbatterie, von c. 1680. — 4. Jagdflinte des Kaisers Karl VI., von c. 1678.
XLV.
Photographie und Lichtdruck von J, Löwy, Wien. Verlag von J. Löwy. k. u. k. Hofphotograph, Wien.
KUNSTHISTORISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
. Jagdtasche für die Falkenspeise, von c. 1450.
2. Federspiel zur Falkenjagd, von c. 1500.
KU NSTHISTOR ISCHE SAMMLUNGEN DES ALLERHÖCHSTEN KAISERHAUSES.
Säule einer deutschen Jagdarmbrust, von c. 1550
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